Am Montagnachmittag hat der FC Ingolstadt seinen vierten Neuzugang im laufenden Sommer präsentiert, es kommt ein alter Bekannter zurück zu den Schanzern: Nach einem einjährigen Intermezzo bei der SpVgg Unterhaching, mit der er in der vergangenen Saison aus der 3. Liga abgestiegen war, kehrt Julian Kügel zum FCI zurück, bei dem er seine ersten Schritte im Profibereich gemacht hatte. Über die Vertragslaufzeit des 28 Jahre alten Angreifers machte der Klub keine Angaben.
Er habe "keinen Moment überlegen" müssen, als die Ingolstädter Verantwortlichen an ihn herangetreten waren, zeigte sich Kügel bei der Vertragsunterschrift begeistert. "Ich bin überglücklich, wieder hier beim FCI zu sein. Es fühlt sich wie heimkommen an. Jetzt kann ich es kaum abwarten, mit meinen alten und neuen Mannschaftskollegen anzugreifen."
Beiersdorfer sieht "echte Identifikationsfigur"
Kügel, der in Pförring nahe Ingolstadt geboren wurde, war lange Jahre im Amateurbereich aktiv - ab 2017 beim VfB Eichstätt, für den er in 151 Einsätzen in der Regionalliga Bayern 34 Tore und 23 Assists beisteuerte. So weckte er im Sommer 2023 schließlich das Interesse der Schanzer, die den Stürmer zunächst für die zweite Mannschaft eingeplant hatten. Doch nach drei Treffern in den ersten beiden Einsätzen wurde Kügel zu den Profis befördert und traf gleich bei seinem Debüt gegen den Halleschen FC (4:0) auch in der 3. Liga.
Im vergangenen Sommer folgte der Wechsel zu Unterhaching, für die Spielvereinigung bestritt Kügel 36 Pflichtspiele und lieferte dabei sechs Tore und vier Assists. Doch nach dem Abstieg endete sein Vertrag in der Münchner Vorstadt. Nun geht der Stürmer wieder für die Schanzer auf Torejagd, bereits am Dienstag (18.30 Uhr) könnte er sein Comeback für das Team von Trainerin Sabrina Wittmann geben - ausgerechnet im Freundschaftsspiel gegen seinen langjährigen Klub, den VfB Eichstätt.
Doch für die Ingolstädter Verantwortlichen steht nicht nur Kügels Torriecher im Vordergrund. "Julian wird uns nicht nur durch seine sportlichen Qualitäten verstärken, sondern auch abseits des Spielfelds eine zentrale Rolle im Teamgefüge einnehmen", meint FCI-Geschäftsführer Dietmar Beiersdorfer. "Wir sind stolz, mit ihm eine echte Identifikationsfigur in unseren Reihen zu haben."
Auch Eisele kommt aus Unterhaching
Am Abend präsentierten die Schanzer dann ihren zweiten Neuzugang von der SpVgg Unterhaching. Kai Eisele, in der abgelaufenen Saison 15-mal für den Absteiger im Einsatz, komplettiert das junge Torhüterteam um Markus Ponath (24) und David Klein (19). Der 30-Jährige kommt ablösefrei an die Donau und übernimmt das Trikot mit der Rückennummer 25.
"Mit Markus Ponath und David Klein verfügen wir bereits über zwei äußerst vielversprechende, talentierte Torhüter in unserem Kader. Vor diesem Hintergrund war es unser erklärtes Ziel, die vakante dritte Position mit einem erfahrenen, zugleich aber mannschaftsdienlich agierenden Profi, zu besetzen", erklärt Sportdirektor Ivica Grilic. "Die Vita von Kai Eisele als etablierter Drittliga-Torhüter, gepaart mit seinem ausgeprägten Maß an Ehrgeiz, Disziplin und Professionalität, hat uns überzeugt. Mit seiner Routine und Ausstrahlung als verlässlicher Ruhepol wird er vor allem unseren jungen Keepern wertvolle Impulse geben."
"Ich bringe einige Jahre Erfahrung mit, habe in verschiedenen Situationen viel erlebt - sportlich wie menschlich", so Eisele, der 100 Einsätze in der 3. Liga vorweisen kann. "Genau das will ich hier einbringen: vorangehen, Verantwortung übernehmen - auf und auch neben dem Platz. Meine Werte und Ziele stimmen mit denen des FC Ingolstadt 04 überein - das war für mich ebenso ein entscheidender Faktor. Jetzt freue ich mich sehr auf die Aufgabe und bin bereit, loszulegen."