Als erster Verfolger von Spitzenreiter Arsenal hofft Manchester City trotz der jüngsten Durststrecke weiterhin auf den Premier-League-Titel 2026. Mithelfen bei diesem Vorhaben darf ab sofort Antoine Semenyo, der in Bournemouth in der zweiten Saisonhälfte gegen den Abstieg gekämpft hätte.
Ohne den 32-maligen Nationalspieler Ghanas (drei Tore) wäre die Lage für die Cherries fraglos noch wesentlich bedrohlicher. Semenyo gehört zu den Überfliegern der aktuellen Premier-League-Saison, was zehn Tore und drei Assists in 20 Einsätzen unterstreichen. Sein finaler Treffer war das perfekte Abschiedsgeschenk: Beim 3:2 gegen Tottenham am Mittwochabend traf er zum Sieg - in der 95. Minute.
Dass der bullige Angreifer den Klub eher früher als später verlassen würde, war klar. Und auch, dass er sich den Großklub innerhalb der Liga wohl aussuchen könnte. Ende des Jahres 2025 wurde dann flächendeckend von einer Einigung mit Manchester City berichtet, zumal Semenyos bis 2030 gültiger Vertrag eine Januar-Ausstiegsklausel über knapp 75 Millionen Euro enthielt.
Semenyo über ManCity-Ankunft: "Ein echtes Privileg"
Doch auf die griffen die Skyblues am Ende laut Medienberichten gar nicht zurück. Stattdessen zahlen sie 71 Millionen Euro (plus Boni), die nicht vollständig schon jetzt fällig werden. Umgekehrt soll für Bournemouth dadurch mehr übrig bleiben als bei einer Aktivierung der Ausstiegsklausel, die noch steuerliche und andere Abgaben verursacht hätte. Der 26-Jährige erhält bei den Skyblues derweil einen Kontrakt bis 2031.
"Sie haben höchste Maßstäbe gesetzt, und es ist ein Verein mit Weltklasse-Spielern, Weltklasse-Einrichtungen und einem der größten Trainer aller Zeiten", lässt sich der 26-Jährige in der Mittelung ManCitys zitieren. "Ich habe noch so viel Raum für Verbesserungen, dass es für mich perfekt ist, in dieser Phase meiner Karriere bei diesem Verein zu sein. Es ist ein echtes Privileg."
Auch seitens des Klubs wird Semenyo mit Lorbeeren geschmückt. "Wir beobachten ständig Spieler auf der ganzen Welt. Antoine war derjenige, den wir am meisten wollten. Er hat gezeigt, dass er in der Premier League mithalten kann. Er ist bescheiden, fleißig, professionell und voll und ganz darauf konzentriert, ein besserer Fußballer zu werden. Er ist ideal für uns."
Seine Bestmarke wird Semenyo wohl knacken
Bournemouth, das 18 seiner 26 Zähler bereits bis zum 9. Spieltag (damals Rang zwei hinter Arsenal) gesammelt hatte, kennt die "Gesetze der Branche" bereits. Erst im vergangenen Sommer hatten die Cherries drei defensive Leistungsträger ziehen lassen müssen, kassierten dafür aber 170 Millionen Euro.
Semenyo hatte in seiner Karriere bislang für Bristol City und den AFC Sunderland gespielt, ehe es ihn zur Saison 2022/23 nach Bournemouth zog. Dort steigerte er sich kontinuierlich, ließ einem Treffer in 2022/23 derer acht in 2023/24 und derer elf in 2024/25 folgen. Dass Semenyo diese Marke nun bei Manchester City knackt, davon ist schwer auszugehen.