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Martinelli sorgt für Wirbel und entschuldigt sich

kicker

Hitzig ging es im Emirates Stadium in London von Beginn an zu, der FC Arsenal und der FC Liverpool schenkten sich in einem hart umkämpften Duell nichts. Was beide Teams allerdings vermissen ließen, war die Torgefährlichkeit. So stand es auch noch in der Nachspielzeit 0:0.

Wohl zu wenig für die Gunners in den Augen des eingewechselten Gabriel Martinelli. Schließlich hätte der Spitzenreiter nach dem 1:1 von Verfolger Manchester City gegen Brighton & Hove Albion seinen Vorsprung auf acht Punkte ausbauen können.

Also passte es Martinelli gar nicht in den Kram, dass Liverpool-Profi Conor Bradley in der 93. Minute an der Seitenlinie zu Boden ging. Zeitspiel? Der Brasilianer schob Bradley kurzerhand aus dem Spielfeld und sorgte so für eine Rudelbildung und seine 2. Gelbe Karte in dieser Saison.

Denn Bradley war unglücklich auf dem Knie gelandet und hatte sich, wie sich herausstellen sollte, wirklich verletzt, die Aktion also mit Zeitspiel gar nichts zu tun. "Absolut beschämend" fand TV-Experte Gary Neville das Verhalten von Martinelli, nachdem Bradley erst behandelt und dann mit der Trage vom Platz gebracht werden musste.

Nun folgte die Entschuldigung des 24-Jährigen via Instagram. "Ich habe in dem Moment wirklich nicht erkannt, wie schwer er verletzt war", ließ Martinelli, der sich auch persönlich bei Bradley entschuldigt hat, wissen. "Ich möchte sagen, dass mir meine Reaktion sehr leidtut. Ich wünsche Conor noch einmal alles Gute für eine schnelle Genesung."

Arteta und Slot verteidigen Martinelli

Gebracht hat die Aktion von Martinelli ohnehin nichts mehr, es blieb bei der Nullnummer im Emirates. Der Angreifer, der in der Liga bei 16 Einsätzen erst einmal in dieser Saison traf und in der Champions League dagegen bei allen fünf Spielen, wurde im Anschluss an das Spiel gegen die Reds sowohl von Arsenal-Trainer Mikel Arteta als auch von Liverpool-Coach Arne Slot in Schutz genommen. Arteta wollte seinem Spieler keine böse Absicht unterstellen, Slot sah ein Missverständnis, weil Zeitspiel im Fußball weit verbreitet sei.