Fehlercode: %{errorCode}

Gelungener Re-Start: Rückkehrer Ritter prägt sofort Lottes Spiel

kicker

"Es gibt wenig zu bemängeln", lobte Fabian Lübbers (34), Cheftrainer und Sportlicher Leiter bei den Sportfreunden Lotte, nach dem geglückten Ligastart nach der kurzen Winterpause in der Regionalliga West. Die Tecklenburger fuhren mit dem letztlich ungefährdeten 3:0 im Nachholspiel beim Schlusslicht SSVg Velbert den dritten Dreier aus den zurückliegenden vier Begegnungen ein und verschafften sich ein Polster von neun Punkten auf die Gefahrenzone. "Es war ein gelungener Auftritt", freute sich Lübbers.

Dabei waren die Tage vor dem Restrundenauftakt in Lotte durchaus turbulent. Recht überraschend hatte sich der spielende Co-Trainer Marc Heider (39) am Tag vor der Partie für einen sofortigen Wechsel zum abstiegsbedrohten Westfalen-Oberligisten Rot Weiss Ahlen entschieden. Beim ehemaligen Zweitligisten erhielt Heider noch einen Vertrag bis zum 30. Juni 2027, bei den Sportfreunden wäre es für ihn zum Saisonende zumindest als Spieler nach kicker-Informationen dagegen nicht mehr weitergegangen.

Heider: Ahlen statt Startelf

Heider, der in der Saison 2023/2024 mit 21 Treffern und elf Vorlagen entscheidend am Wiederaufstieg in die Regionalliga West beteiligt war und in der abgelaufenen Spielzeit mit 19 Toren und 13 Assists zum erfolgreichsten Scorer der West-Staffel avancierte, tat sich in der laufenden Saison schon wesentlicher schwerer. Diesmal standen nach 16 Einsätzen drei Treffer und zwei Torvorlagen zu Buche. Dennoch sollte der Routinier in Velbert erneut in der Startformation stehen und war auch für den weiteren Verlauf der Runde noch fest eingeplant. Nun aber ist Heider nach Innenverteidiger Franko Uzelac (31/ebenfalls Rot Weiss Ahlen), Angreifer Ruwen Albrecht (19/ausgeliehen an den niedersächsischen Oberligisten 1. FC Germania Egestorf/Langreder) sowie Mittelfeldspieler Dino Bajric (30) und Abwehrspieler Raimison Dos Santos (30) bereits der fünfte Abgang während der Winterpause.

Dafür kamen bislang drei Neue. Mittelfeldspieler Max Ritter (21), Rückkehrer vom Ligakonkurrenten SC Paderborn 07 U 21, lief in Velbert auf Anhieb von Beginn an auf und stellte mit einer starken Leistung unter Beweis, dass er das Zeug zur unumstrittenen Stammkraft besitzt. "Max ist ein absoluter Mentalitätsspieler, marschiert rauf und runter", hält auch Lübbers große Stücke auf Ritter, der bereits die komplette Vorbereitung mitgemacht hatte.

Dziho und Zentler debütieren

Erst zwei sowie drei Tage vor dem Auftaktspiel in Velbert stießen dagegen Innenverteidiger Anes Dziho (21/vom ASC 09 Dortmund) und Mittelfeldmann Marius Zentler (21/Fortuna Düsseldorf U 23) zum Sportfreunde-Kader. Das reichte immerhin, um schon in Velbert in der Schlussphase eingewechselt zu werden. "Beide können uns helfen", ist der Trainer überzeugt. Abgeschlossen sind die Personalplanungen damit aber nicht. Die Verpflichtung eines zusätzlichen Abwehrspielers kann sich Lübbers "noch gut vorstellen".

Als Dziho und Zentler ihr Debüt gaben, war die Partie bereits entschieden. Das lag nicht nur, aber vor allem an der Schlussphase der ersten Halbzeit. Nachdem sich Velberts Ismael Remmo wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte eingehandelt hatte (40.), nutzten die Sportfreunde die Überzahl in der Nachspielzeit des ersten Durchgangs zum Führungstor durch den gut aufgelegten Shkrep Stublla (21). Nach der Pause machten Ben Klefisch (22) und Samuel Addai (23) alles klar. Ebenfalls positiv für Lotte: Kapitän Kamer Krasniqi (30) und Rechtsverteidiger Andreas Wiegel (34) gehörten nach längeren Zwangspausen erstmals wieder zum Aufgebot, dürften bald wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte sein.

Nach dem geglückten Start blickt Sportfreunde-Trainer Lübbers zuversichtlich auf die kommenden Wochen. Das erste Heimspiel des neuen Jahres findet am Samstag, 14 Uhr, gegen den abstiegsbedrohten Nachbarn SV Rödinghausen statt. An die jüngsten Vergleiche haben die Tecklenburger nur gute Erinnerungen. Seit dem Aufstieg gab es in drei Punktspielen zwei Siege und ein Remis, außerdem wurde der SVR im Westfalenpokal ausgeschaltet (5:4 nach Elfmeterschießen). "Es waren allerdings immer sehr enge und spannende Duelle", betont Lübbers und fügt an: "Das wird diesmal nicht anders sein. Rödinghausen hat ganz andere Ansprüche als im unteren Tabellendrittel zu rangieren."

Das gilt allerdings auch für die Sportfreunde. "Den einen oder anderen Platz wollen wir schon noch nach oben klettern", kündigt der Trainer an. Außerdem ist die dritte Teilnahme am DFB-Pokal in Folge möglich. Am Mittwoch, 18. Februar, geht es im Viertelfinale des Westfalenpokals als klarer Favorit zum Verbandsligisten SC Peckeloh.