In einer Statistik hat sich der 1. FC Saarbrücken klar abgesetzt - es ist aus Sicht der Blau-Schwarzen leider nicht die aktuelle Tabelle, vielmehr die der aktuellen Serien. Und das im negativen Sinne. Denn der FCS blieb mit dem 1:1 gegen Cottbus zum 13. (!) Mal hintereinander sieglos, am nächsten kommen da noch die beiden Kellerkinder Alemannia Aachen (sechsmal in Serie sieglos) und der SSV Ulm 1846 Fußball (drei Niederlagen in Folge).
13 Spiele, die letzten fünf davon unter Jürgen Luginger, der die Nachfolge des entlassenen Alois Schwartz angetreten hat. Klar ist, der FCS tritt nach dem Trainerwechsel anders auf, in richtig Zählbares hat sich dies aber noch nicht niedergeschlagen. Auch gegen Energie. "Wir haben wieder ein sehr gutes Spiel gemacht", befand Luginger, der aber bei MagentaSport die Chancenverwertung seines Teams monierte. "Wir hatten in der 1. Halbzeit viele Möglichkeiten, wo ein bisschen was gefehlt hat. In der 2. Halbzeit haben wir den Lucky Punch nicht gesetzt."
Der Coach unterstrich, dass im Moment nur Punkte zählen. "In unserer Situation bräuchte man einen Sieg." Allerdings nahm er auch Positives mit aus dem Spiel: "Gegen den Tabellenführer trotzdem so aufzutreten, gibt schon Mut. Wir müssen weitermachen und den Bock dann umstoßen."
Das sieht auch Patrick Sontheimer so, der ausgerechnet gegen die Lausitzer, gegen die er zum Saisonauftakt sein einziges Hinrundenspiel gemacht hatte und danach mit Sehnenriss im Oberschenkel ausgefallen war, sein Comeback gefeiert hatte. Ein starkes (kicker-Note 2,5). "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und uns in der 1. Halbzeit leider nicht für unseren Aufwand belohnt. Wir sind trotzdem drangeblieben. Uns kann man bis auf die Effizienz wenig vorwerfen."
Die braucht Saarbrücken am Freitagabend (19 Uhr, LIVE! bei kicker) zwingend bei Viktoria Köln, um nicht auch im 14. Spiel in Folge sieglos vom Platz zu gehen.