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Große Ziele nach der "megaerfolgreichen Zeit": Gelingt Pirmasens der große Wurf?

kicker

Eine nachvollziehbare Einschätzung angesichts dieser starken Bilanz: Die Saison 2024/25 beendete sein Team auf dem 3. Platz und mit dem Triumph im Verbandspokal Südwest - dank dieses Erfolgs qualifizierte sich "die Klub" für die erste Runde des DFB-Pokals. Hier wartete im August der Hamburger SV: Gegen den Bundesliga-Aufsteiger hielt der Underdog nicht nur mit, sondern stand beim "Sieg der Herzen" (Paulus) sogar kurz vor der Sensation. Pirmasens führte dank des Tores von Yannick Grieß bis in die Nachspielzeit, musste sich in der Verlängerung dann aber geschlagen geben (1:2).

"Bei uns halten alle zusammen und ziehen an einem Strang. Das ist das große Plus. Insgesamt haben wir uns als Mannschaft weiterentwickelt", betont Paulus. Mit einem Zähler Rückstand auf den 1. FC Kaiserslautern II und einem Nachholspiel in der Hinterhand geht der Traditionsverein als Tabellenzweiter in die Winterpause. Das torgefährlichste Team der Liga musste nur eine Punktspielniederlage hinnehmen - am 6. Spieltag gegen Cosmos Koblenz (1:2). Insgesamt 63 Treffer stehen in der Bilanz; mit Top-Torjäger Marc Ehrhart (18), Luka Dimitrijevic (15) sowie Dennis Krob (10) zählen gleich drei Akteure zu den treffsichersten der Klasse.

Pokalfinale und Aufstieg als Ziel

"Wir wissen immer, dass wir ein Tor schießen können und funktionieren als Mannschaft super", sagt Ehrhart. Einen "Push" habe zudem das Pokalduell mit dem HSV gegeben. Der 23-Jährige läuft mit einem Jahr Unterbrechung seit der F-Jugend für Pirmasens auf, hat über die Reserve den Sprung geschafft und blickt auf das beste Halbjahr seiner noch jungen Karriere zurück. Sein Coach attestiert ihm "den nächsten Step". Ehrhart habe sich sowohl im Hinblick auf Persönlichkeit als auch fußballerisch weiterentwickelt: "Marc ist beidfüßig, agil und dynamisch. Er hat es sich verdient, dass er diesen Status hat."

Der 1,84 Meter große Offensivmann, Sohn des ehemaligen Zweitliga-Akteurs Harry Ehrhart (Homburg, Bielefeld, Pirmasens), hat 2021/22 schon sechs Einsätze in der Regionalliga Südwest bestritten. Dort, wo sein Verein am Ende der Saison wieder landen möchte. "Im besten Fall", erklärt Paulus, "kommen wir wieder ins Pokalfinale und schaffen den Aufstieg." Bei den ambitionierten Zielen soll der vom FC Homburg verpflichtete Defensivallrounder Grischa Walzer helfen; weiterhin verzichtet werden muss verletzungsbedingt auf Rechtsverteidiger Manuel Grünnagel.

Wichtige Wochen nach dem Re-Start

Kontinuität herrscht auf der Trainerbank des Oberliga-Teams. Sowohl Paulus als auch Assistent Hagen Burkart verlängerten noch vor Weihnachten bis 2028. Während A-Jugend-Coach Peter Rubeck ebenfalls bleibt, gibt es einen Wechsel im Unterbau: Jens Mayer folgt als Trainer der in der Verbandsliga beheimateten U 23 auf Stephan Schwarz.

Am 12. Januar starten Ehrhart und Co. in die Vorbereitung auf die Restrunde. Unter anderem testet der Oberligist gegen Eintracht Trier (Regionalliga Südwest). Schon am 21. Februar steht dann die Partie gegen die TuS Koblenz an, drei Wochen später kommt es auswärts zum Duell mit dem Primus Kaiserslautern II (14. März). Das Hinspiel konnte Pirmasens für sich entscheiden (3:0). Zwar erwartet Paulus noch keine Vorentscheidung bezüglich der Meisterschaft, der 45-Jährige weiß aber um die Bedeutung dieser Wochen: "Hier geht es darum, die Weichen in die richtige Richtung zu stellen."