Monatelang gab es Spekulationen darüber, dass er künftig Herthas Nachwuchsleistungszentrum leiten könnte. Daraus wird nichts. Sami Allagui bleibt auch in der neuen Rolle die rechte Hand von Sportdirektor Benjamin Weber: Ex-Profi Allagui, der im Februar 2023 bei Hertha ins Team-Management eingestiegen war und zuletzt als Assistent der sportlichen Leitung firmierte, wird ab der neuen Saison als Koordinator Sport fungieren.
Der 39-Jährige, der als Spieler (u.a. für Hertha, Mainz, Fürth, St. Pauli, Royal Mouscron) 108 Bundesliga- und 159 Zweitliga-Einsätze verzeichnete, soll sowohl im Bereich der Kaderplanung als auch in der Kabine und in der Verzahnung mit der Akademie eine noch wichtigere Rolle als bislang spielen und noch enger an alle Belange des Zweitliga-Teams angedockt werden.
Nach den Abgängen von Neuendorf und Pauls wächst Allaguis Einfluss
Nach seinem Karriereende 2020 hatte der tunesische Ex-Nationalspieler in Herthas Geschäftsstelle ein Trainee-Programm durchlaufen und sich in allen Abteilungen fortgebildet. Seit Februar 2023 fungierte er als Leiter Teammanagement und ist seitdem ein wichtiges Bindeglied zwischen Trainerteam, Spielern und Staff. Im Dezember des vergangenen Jahres hatte Allagui seine Weiterbildung "Fußball-Management" am IST-Studieninstitut abgeschlossen.
Jetzt ist klar: Nach den Abgängen von Andreas "Zecke" Neuendorf (Direktor Akademie und Lizenzspielerbereich), der am Ostersonntag zurückgetreten war, und Kaderplaner Timon Pauls, den es als neuen Sportdirektor zum Karlsruher SC zieht, wird Allaguis Einflussbereich wachsen. Im Verbund mit Cheftrainer Stefan Leitl werden Weber, Chefscout Sven Kretschmer und Allagui die aktuelle Transferperiode gestalten. Wann der gesuchte neue Sport-Geschäftsführer einsteigt und wer es wird, ist weiterhin offen. Aber Allaguis neue Position ist jetzt definiert.