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Hertha reagiert mit "großer Sorge" und appelliert an Polizei

kicker

Die Fanhilfe hatte bereits ausführlich Stellung bezogen, die Polizei ihre Sicht dargestellt. Nun hat sich auch Hertha BSC zu den unschönen Vorfällen beim Heimspiel gegen den FC Schalke 04 am Samstagabend (0:0) geäußert, bei denen nach Polizeiangaben 31 Fans und 21 Einsatzkräfte verletzt wurden. Die Fanhilfe Hertha BSC hatte sogar von schwerverletzten Anhängern gesprochen.

"Hertha BSC nimmt die Vorkommnisse und das Verhalten der Polizei im Rahmen des gestrigen Heimspiels gegen Schalke mit großer Sorge zur Kenntnis", heißt es am Sonntag in einem langen Statement von Präsidium und Geschäftsführung, verbunden mit der Ankündigung, die gegensätzlichen Darstellungen zur Ursache der Eskalation "sorgfältig" zu prüfen.

"Zu deeskalierender Vorgehensweise zurückkehren"

Der Zweitligist verzichtet in seiner Stellungnahme darauf, sich auf eine der Seiten zu schlagen, appelliert aber nachdrücklich an die Polizei, den gemeinsamen Dialog zu verbessern. "In den vergangenen Monaten ist aus unterschiedlichen Perspektiven wiederholt der Eindruck entstanden, dass Einsatzkonzepte und polizeiliche Präsenz von Fans als zunehmend konfrontativ und in der Gesamtheit an Spieltagen, insbesondere am gestrigen Spieltag, nicht mehr durchgängig deeskalierend wahrgenommen worden sind. Diese Wahrnehmung teilt auch Hertha BSC und hat entsprechende Beobachtungen wiederholt gegenüber der Polizei adressiert", heißt es.

Das Ziel müsse sein, "zu einer über viele Jahre bewährten, verhältnismäßigen und deeskalierenden Vorgehensweise - insbesondere mit und in sensiblen Bereichen - zurückzukehren", betont Hertha. Man habe "seit mehreren Monaten den Wunsch nach einem weiterführenden Gesprächsformat mit der Polizei Berlin geäußert, das bislang noch nicht realisiert wurde und erneuert diesen Wunsch hiermit nachdrücklich. Die aktuellen Entwicklungen unterstreichen die Notwendigkeit, den Dialog nun auf eine neue, verbindlichere Ebene zu heben. (...) Hertha BSC setzt sich aktiv dafür ein, entsprechende Gespräche, in die auch die Innensenatorin Iris Spranger involviert werden soll, zeitnah anzustoßen und eng zu begleiten."

Welche Rolle spielten Hausdurchsuchungen?

Eine Rolle spielte bei den gewalttätigen Auseinandersetzungen womöglich auch, dass es am Mittwoch Hausdurchsuchungen durch Bundespolizisten bei jungen Hertha-Fans gab, was die Fanhilfe als absolut unverhältnismäßig einordnete.