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"Zu 80 Prozent" zufrieden: Spektakel eröffnet Bochums Topspiel-Wochen

kicker

Er habe nicht genau gewusst, wo seine Mannschaft nach der kurzen Wintervorbereitung steht, gab Bochums Trainer Uwe Rösler nach dem Abpfiff am Sky-Mikrofon zu. Dabei warten gleich zum Start in die Rückrunde schwere Aufgaben auf den VfL: Nächsten Sonntag (13.30 Uhr) gastiert Bochum beim Tabellenzweiten aus Elversberg, eine Woche später steht zu Hause das Derby gegen den momentanen Tabellenführer Schalke 04 an. Und zum Re-Start kam in Darmstadt der Tabellendritte an die Castroper Straße.

Die Top 3 in den ersten drei Wochen also. Doch die erste Standortbestimmung an diesem Sonntag gegen "die beste Mannschaft im Umschaltspiel", wie Rösler dem SVD huldigte, darf als gelungen gelten. Zwar holte Bochum beim spektakulären 3:3 gegen die Lilien nicht die vollen drei Punkte, doch befand der VfL-Trainer nicht zu Unrecht bei der Sportschau: "Wir waren über 90 Minuten die klar bessere Mannschaft."

Abwehrfehler ärgern die Bochumer

Bochum hatte mit ansehnlichem Kombinationsspiel und viel Tempo nach vorne gedrängt und sich etliche Chancen herausgespielt. Mit Ball sei das "mit Abstand das beste Spiel" unter Rösler gewesen, sagte Stürmer Philipp Hofmann. Den Toren, auch das gehört zur Wahrheit dazu, gingen allerdings auch schwere Abwehrfehler der Lilien voraus - beim 1:1 durch Francis Onyeka patzte Sergio Lopez, vor dem 2:1 spielte Darmstadts Marco Richter am eigenen Strafraum einen schlimmen Fehlpass in die Füße von Hofmann - "dadrauf lauerst du natürlich als Stürmer", erklärte der Torschütze später grinsend.

Doch auch die Bochumer Deckung leistete sich schwere Aussetzer, sodass Winterleihgabe Callum Marshall spät noch den verdienten Punkt retten musste. Er habe nur zu "80 Prozent ein sehr gutes Spiel von uns gesehen", meinte Rösler deshalb. Den 57-Jährigen ärgerte, dass seine Mannschaft die Gegentore zu leicht hergeschenkt hätte. Stürmer Hofmann ergänzte: "Wir haben zu viel zugelassen und kriegen zu einfache Gegentore. Das muss uns heute ärgern."

Doch überwog in Bochum das Positive. Man habe gegen eine sehr starke und erfahrene Mannschaft, die zu Recht oben stehe, gespielt, hob Hofmann hervor. "Ich bin stolz darauf, was die Mannschaft heute auf die Platte gebracht hat."

Die erste Prüfung gegen die Top 3 ist damit geschafft, zwei weitere folgen. Rösler weiß nun, wo seine Mannschaft steht. Und damit ist ihm vor den Spielen gegen Elversberg und Schalke nicht bang. Was Rösler für die kommenden Aufgaben so zuversichtlich macht? "Die Leistung von heute. Ganz kurz und knapp."