Jürgen Klopps erstes Jahr in seiner neuen Rolle bei Red Bull neigt sich dem Ende zu. Seit 1. Januar ist der langjährige Trainer Head of Global Soccer beim österreichischen Getränkekonzern. Die Ankündigung im Oktober 2024 überraschte damals viele Fans - und auch Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß, wie dieser nun im OMR Podcast offenbarte. "Ich konnte ihn mir überhaupt nie vorstellen als Funktionär, der da durch die Lande fährt, nach New York, und die verschiedenen Mannschaften betreut", sagte Hoeneß.
Auch nach nun knapp elf Monaten, die Klopp in seiner neuen Rolle bereits wirkt, ist Hoeneß von der Konstellation nicht überzeugt. "Ich glaube nicht, dass es auf die Dauer ein gutes Modell wird", vermutete Hoeneß, der auch die Langlebigkeit der Zusammenarbeit anzweifelt: "Ich glaube auch nicht, dass er das ewig macht. Das kann ich mir nicht vorstellen."
Vertrag bis 2029
Seine Prognose begründete Hoeneß vor allem mit dem Wesen Klopp, der für ihn eben ein Coach und kein Manager sei. "Ich habe Jürgen Klopp immer bewundert als einen Trainer, der auf dem Platz steht, der eine Mannschaft entwickelt, der mit seiner Persönlichkeit eine Mannschaft nach vorne bringt", schwärmte Hoeneß, der nie mit Klopp zusammenarbeitete, ihn aber 2008 auf der Liste für den Trainer-Job beim FC Bayern hatte. Damals kam ein Engagement nicht zustande: Der FC Bayern holte Jürgen Klinsmann, Klopp ging nach seinem Abschied aus Mainz zu Borussia Dortmund und machte den Klub in der Folgezeit zum Dauerkonkurrenten von Hoeneß' Bayern.
Auf die Frage, ob es die Überlegung beim FC Bayern gegeben habe, Klopp nach dessen Abschied vom FC Liverpool eine Stelle im Management anzubieten, antwortete Hoeneß: "Ich sehe Jürgen Klopp auf dem Platz und sonst nirgends." Klopp hat bei Red Bull einen Vertrag bis Ende 2029 unterschrieben, eine zunächst kolportierte Klausel, Klopp könne den Konzern für den Job als Bundestrainer verlassen, liegt nach kicker-Informationen nicht vor.