Er ist einer der begehrtesten Torjäger in der Oberliga Schleswig-Holstein, hatte Angebote von mehreren Top-Mannschaften vorliegen - doch Kjell Knaak hat sich für den Regionalliga-Absteiger Holstein Kiel II entschieden und wechselt im Winter vom Oberligisten MTSV Hohenwestedt an den Steenbecker Weg.
"Neben seiner beeindruckenden Trefferquote hat uns vor allem Kjells klares, meinungsstarkes Auftreten überzeugt. Wir erhoffen uns von ihm nicht nur weitere wichtige Tore, sondern auch zusätzliche Stabilität und Klarheit im Offensivspiel", sagt Florian Graudegus, Sportlicher Leiter der U 23 bis U 15 der KSV Holstein.
In 17 Einsätzen erzielte Knaak 13 Treffer, bereitete zwei weitere Tore vor und steht damit derzeit auf Platz zwei der Torjägerliste, hinter Morten Liebert (15 Tore) vom Tabellenführer SV Todesfelde. Somit blickt der 22-jährige Offensivspieler auf eine starke Hinrunde in der Flens-Oberliga zurück.
„Ich versuche, mein Studium weiterhin nebenbei zu schaffen, es kann aber sein, dass ich ein paar Kurse zeitlich nicht mehr schaffe.“ (Kjell Knaak)
Knaak setzt bei den Jungstörchen vorerst den Fokus komplett auf Fußball. "Ich versuche, mein Studium weiterhin nebenbei zu schaffen, es kann aber sein, dass ich ein paar Kurse zeitlich nicht mehr schaffe", erklärt der Student auf Lehramt auf Nachfrage.
Der Trainingsumfang und die Intensität wird sich für den 22-jährigen Torjäger komplett ändern. Statt wie bisher in Hohenwestedt dreimal Training, wird bei Holstein fünfmal zum Training gebeten. Teilweise mit zwei Einheiten am Tag. "Ich hatte von fast allen Top-Teams der Oberliga Anfragen. Aber als sich die Verantwortlichen der KSV gemeldet haben, musste ich nicht lange überlegen. Diese Chance bekommt man sicherlich nur einmal im Leben - und ich möchte sie nutzen", erklärt Knaak seinen Wechsel.
Die Kieler unterstreichen mit der Verpflichtung die Ambitionen, im Titelrennen noch einmal angreifen zu wollen. "Wir erhoffen uns von ihm nicht nur weitere wichtige Tore, sondern auch zusätzliche Stabilität und Klarheit im Offensivspiel. Kjell ist sowohl im Sturmzentrum als auch dank seiner Dynamik und seines variablen Abschlusses in den Halbräumen flexibel einsetzbar. Unser Dank gilt dem MTSV Hohenwestedt für die offene und konstruktive Zusammenarbeit, die diesen Wechsel ermöglicht hat", sagt Graudegus.
Zwar haben die Todefelder als Spitzenreiter bereits sieben Punkte mehr auf dem Konto als die Jungstörche, die auf Tabellenplatz 2 überwintern, doch die Verpflichtung Knaaks ist eine Kampfansage an die Konkurrenz. Für den abgebenden MTSV Hohenwestedt ist der Verlust ihres Torjägers im Kampf um den Klassenerhalt ein herber Verlust.
„Ich sehe seinen Abgang mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“ (MTSV-Chefcoach Arend Müller)
Knaak galt mit seinen Treffern als "die Lebensversicherung" der Mittelholsteiner. "Ich sehe seinen Abgang mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Wir verlieren mit Kjell nicht nur einen starken Stürmer, sondern auch einen tollen Menschen. Aber diese Möglichkeit muss er nutzen und es erfüllt mich schon mit Stolz, wenn Holstein Kiel sich für Spieler von uns interessiert. Ich wünsche Kjell viel Erfolg bei Holstein", so MTSV-Chefcoach Arend Müller.