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In der Ostschweiz gibt es die Hoffnung auf einen GC-Abstieg, den Wunsch jedoch nicht

kicker

18 Spiele, 19 Punkte - Es ist nicht gerade das, was sich der FC Wil vorstellt. "Wir sind unter unseren Erwartungen geblieben und mit der Vorrunde nicht zufrieden. Der Saisonstart war verkorkst. Gleichzeitig zeigt gerade die Schlussphase eine sehr positive Entwicklung", sagt Wil-Präsident Maurice Weber beim Tagblatt zur These, dass das Fazit "ungenügend" laute.

Der Gedanke, den Trainer Marco Hämmerli auszutauschen, gab es aber trotzdem nie. Das Vertrauen in den Trainer und den Staff sei weiterhin gross, unter ihnen haben sich mehrere Spieler aus der Promotion League zu Challenge-League-Stammspielern entwickelt. Von einer Stagnation könne man deswegen nicht sprechen, viel mehr wird von den älteren Spielern noch einmal ein Schritt in der persönlichen Entwicklung erwartet.

Zu den vielen jungen Spielern, die sich entwickeln sollen, gehören auch Leihspieler aus der Super League. Die aktuelle Tabellensituation gefährde die Situation als Ort der Entwicklung allerdings nicht, ist sich Weber sicher. "Spielresultate und Tabellensituation sind für andere Vereine nicht entscheidend, die Arbeit und die Entwicklung der jungen Talente jedoch schon, und da sehe ich uns nach wie vor an der Spitze."

Der FCW-Präsident verrät auch, dass bei Sportchef Michael Lang eine klare Lernkurve zu erkennen sei und ein Transfer eines Offensivspielers kurz vor dem Abschluss stünde. Verwaltungsrat Fabian Schär wird allerdings mit grosser Wahrscheinlichkeit noch nicht zurück nach Wil kommen. Viel mehr hoffen die Ostschweizer auf einen weiteren Transfer, der durch den FIFA-Solidaritätsbeitrag noch einmal Geld in die Kasse des Ausbildungsvereins spülen würde.

Geld, das der FCW wohl auch aufgrund der sinkenden Zuschauerzahlen dringend gebrauchen könnte. Im Schnitt nur 1072 Zuschauerinnen und Zuschauer pilgerten ins Stadion, die Zahlen sind "aktuell ungenügend", meint auch Weber. Dies läge einerseits an der Tabellensituation, andererseits an den fehlenden attraktiven Gegnern, die in der Super League spielen. "Egoistisch gesehen müssten wir darauf hoffen, dass nächstes Jahr GC und Winterthur absteigen, auch wenn wir das den Vereinen natürlich nicht wünschen."