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Jahrtausend-Premiere für Österreich: Alle Infos zur WM-Auslosung

kicker

Durch das dramatische 1:1-Unentschieden gegen Bosnien-Herzegowina hat sich die österreichische Nationalmannschaft erstmals seit 1998 wieder für eine WM qualifiziert. Am Freitag (18 Uhr, LIVE! bei kicker) geht in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington die Auslosung über die Bühne. Bei dieser werden Teamchef Ralf Rangnick und Co. erfahren, wer die Gruppengegner bei der kommenden XXL-Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA sein werden.

Österreich kommt aus Topf 2

Lange Zeit war nicht sicher, ob Österreich aus dem zweiten oder dritten Topf gezogen wird. Am 25. November hatte die FIFA bei der Bekanntgabe der Lostöpfe dann gute Nachrichten für die ÖFB-Elf: Österreich wird bei der Auslosung, bei der auch US-Präsident Donald Trump anwesend sein wird, aus Topf 2 kommen und darf damit auf eine etwas leichtere Gruppe hoffen.

Die Lostöpfe im Überblick

Grundsätzlich wurden die 48 Teilnehmer der kommenden WM basierend auf der jüngsten Weltranglistenposition in vier verschiedene Lostöpfe aufgeteilt. Die Gastgeberländer Kanada, Mexiko und USA landeten automatisch in Topf 1. Die europäischen und interkontinentalen Play-off-Kandidaten, die im März die sechs letzten Tickets untereinander ausspielen, werden per Platzhalter aus Topf 4 gezogen. Daraus ergaben sich folgende Lostöpfe:

Topf 1: Kanada, Mexiko, USA, Spanien, Argentinien, Frankreich, England, Brasilien, Portugal, Niederlande, Belgien, Deutschland

Topf 2: Kroatien, Marokko, Kolumbien, Uruguay, Schweiz, Japan, Senegal, Iran, Südkorea, Ecuador, ÖSTERREICH, Australien

Topf 3: Norwegen, Panama, Ägypten, Algerien, Schottland, Paraguay, Tunesien, Elfenbeinküste, Usbekistan, Katar, Saudi-Arabien, Südafrika

Topf 4: Jordanien, Kap Verde, Ghana, Curacao, Haiti, Neuseeland, UEFA-Play-off A (Italien, Nordirland, Wales, Bosnien-Herzegowina), UEFA-Play-off B (Ukraine, Schweden, Polen, Albanien), UEFA-Play-off C (Türkei, Rumänien, Slowakei, Kosovo), UEFA-Play-off D (Dänemark, Nordmazedonien, Tschechien, Irland), FIFA-Play-off 1 (Neukaledonien, Jamaika, Demokratische Republik Kongo), FIFA-Play-off 2 (Bolivien, Suriname, Irak)

Sonderstellung für UEFA-Teams

Im Laufe der Auslosung wird jeder Gruppe jeweils eine Mannschaft aus einem Topf zugelost, bis am Ende die zwölf Gruppen à vier Mannschaften feststehen. Das bedeutet, dass Österreich in der Gruppenphase nicht auf Kroatien, Marokko, Kolumbien, Uruguay, Schweiz, Japan, Senegal, Iran, Südkorea, Ecuador und Australien treffen kann. Diese Mannschaften befinden sich wie Österreich in Topf 2.

Gezogen werden am Freitag zunächst die Teams aus Topf 1, dann folgen die Töpfe zwei bis vier. Grundsätzlich sehen die Auslosungs-Modalitäten der FIFA vor, dass in jeder Gruppe nur ein Team derselben Konföderation spielt. Diese Einschränkung gilt auch für die jeweils drei Teams der beiden FIFA-Play-offs-Pfade. Die UEFA, die bei der WM mit 16 Teams vertreten sein wird, ist hierbei eine Ausnahme. In vier Gruppen werden zwei Europa-Vertreter sein, in den anderen acht je einer.

Welche Gegner drohen Österreich im schlimmsten Fall?

Für Österreich kann es schon in der Gruppenphase zu unangenehmen Konstellationen kommen. Aus Topf 1 sind - mit Ausnahme der drei Gastgeberländer - alle Mannschaften über die ÖFB-Elf zu stellen, aus Topf 3 wären die von Erling Haaland angeführten Norweger das härteste Los. Auch Ägypten, die Elfenbeinküste und Tunesien, die in der Qualifikation allesamt ungeschlagen blieben, wären unangenehm. Aus Topf 4 drohen Dänemark oder Italien, die sich zunächst freilich noch in den Play-offs behaupten müssen.

Demnach ist wie bei der EM 2024 in Deutschland, wo Österreich auf Frankreich, die Niederlande und Polen traf, eine Hammergruppe möglich. So könnten Marko Arnautovic und Co. bei der WM beispielsweise auf Titelverteidiger Argentinien, Ägypten und Italien treffen.

Wie sieht ein leichter Weg aus?

Aus Topf 1 wünschen sich die rot-weißen-roten Fußballfans wohl Kanada, Mexiko oder die USA. In Topf 3 ist unter anderem WM-Debütant Usbekistan zu finden, gegen die Mannschaften aus Topf 4 ist Österreich - mit Ausnahme der UEFA-Teams - immer Favorit.

Zu einer Gruppe mit Kanada, Usbekistan und Kap Verde würde Rangnick wohl nicht nein sagen. Sollte Österreich tatsächlich auf Kanada treffen, wäre man hinsichtlich der Weltranglistenposition sogar der Favorit auf Platz eins.

Wie kommt Österreich in die K.-o.-Runde?

Für einen Platz im neu eingeführten Sechzehntelfinale muss Österreich einen der ersten beiden Plätze belegen oder einer der acht besten Gruppendritten sein. Danach geht es im K.-o.-System weiter. Eine Neuerung ist, dass Spanien und Argentinien im Falle eines Gruppensiegs aufgrund ihrer Weltranglistenposition frühestens im Finale gegeneinander spielen werden. Duelle mit Frankreich und England sind erst im Halbfinale möglich, sofern diese Teams ihre Gruppen ebenfalls auf Rang eins abschließen. Auf Österreich hat diese Regel keinen unmittelbaren Einfluss.

Spielplan und Spielorte

Erstmals werden die genauen Spielorte und Anstoßzeiten einen Tag nach der Auslosung fixiert. Die FIFA wird diese Informationen am Samstag (18 Uhr) im Rahmen einer eigenen Show bekanntgeben. Zuvor sind für jedes Spiel zwei Stadion-Optionen im Spielplan-Entwurf festgelegt.

Grund für diese Maßnahme sind eventuell notwendige Anpassungen für die TV-Märkte und die Berücksichtigung von Stadien mit schließbarem Dach, in denen auch bei großer Hitze in den Mittagsstunden gespielt werden kann. Die insgesamt 104 WM-Spiele werden in 16 Stadien (elf in den USA, drei in Mexiko, zwei in Kanada) stattfinden.

Wann geht es los?

Der Startschuss zur WM 2026 fällt am 11. Juni im weltberühmten Aztekenstadion. Wenig überraschend wird Mexiko das Eröffnungsspiel bestreiten, der Gegner kommt aus Topf 3. Auch für die Österreicher könnte es - sollten sie in der von Mexiko angeführten Gruppe A landen - unter Umständen schon am ersten Turniertag losgehen. In diesem Falle träfe die ÖFB-Elf auf den Gegner aus Topf 4. Spätestens wird Österreich am 17. Juni ins Geschehen eingreifen.

Das Finale steigt am 19. Juli im MetLife Stadium in New Jersey.