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"Katastrophale erste Hälfte": Bei Rapid droht die Stimmung zu kippen

kicker

Eigentlich verlief der Start für Rapid bei Lech Posen mit dem vermeintlichen 1:0 von Claudy Mbuyi nach wenigen Sekunden ja durchaus vielversprechend. Warum beim Tabellenführer der österreichischen Bundesliga nach dem wegen Abseits aberkannten Treffer dann aber komplett der Faden riss, wird die Grün-Weißen wohl auch noch in den kommenden Tagen beschäftigen. Denn das, was Kapitän Nenad Cvetkovic und Co. anschließend in der ersten Hälfte zeigten, grenzte beinahe an Arbeitsverweigerung. Sodass die Wiener mit dem 0:3-Pausenrückstand sogar noch gut bedient waren.

"Es war eine katastrophale erste Hälfte", fasste Jannes Horn gegenüber Canal+ das Spielgeschehen zusammen. "Wir sind gar nicht in die Duelle gekommen - und wenn wir in die Duelle kamen, dann viel zu spät. Der Gegner konnte jede Situation auflösen", umriss der Linksverteidiger die zahlreichen Probleme der Grün-Weißen. Cheftrainer Peter Stöger ortete für die indiskutable Leistung in den ersten 45 Minuten zwei Gründe: "Der Offensivbereich von Posen, der richtig gut aufgestellt ist, und die Art und Weise, wie wir die Tore bekommen haben - das darf auf diesem Level nicht passieren, dann ist es sehr schwer, zurückzukommen."

Sowohl beim 0:1 als auch beim 0:2 machte Torhüter Niklas Hedl - wie bereits beim Gegentor zum 1:2 im Wiener Derby gegen die Austria - keine gute Figur. Diese zwei Patzer seien jedoch nur "ein Teil der Geschichte", wollte Stöger seine Kritik nicht nur auf seinen Schlussmann beziehen: "Der Gegner ist zu einfach zu seinen Toren gekommen." Ähnlich sah es Horn, der bei sich und seinen Kollegen die fehlende Konsequenz im Zweikampfverhalten bemängelte: "Wir sind nicht eng genug dran am Mann und geben zu viele Räume her."

Bei Rapid kündigt sich die erste Mini-Krise an

In Wien-Hütteldorf kündigt sich nach einem starken Saisonstart allmählich die erste Mini-Krise an. Schon vor den beiden Niederlagen in Posen und gegen die Austria hatten die Grün-Weißen in spielerischer Hinsicht alles andere als überzeugt. "Die Stimmung kann immer schnell kippen, bei Rapid noch schneller als woanders", meinte Stöger. "Aber man muss einen realistischen Blick auf die Situation haben. Zwei Spiele sind nicht optimal gelaufen, doch ich denke trotzdem, dass wir so weit okay unterwegs sind." Schließlich sei man in der Liga Tabellenführer, auch im ÖFB Cup steht Rapid im Achtelfinale.

"Wir müssen Leistung bringen, damit die Stimmung nicht kippt", gab Horn drei Punkte in Salzburg (Sonntag, 17 Uhr, LIVE! bei kicker) als Ziel aus. "Wir haben in dieser Saison schon oft genug bewiesen, dass wir guten Fußball spielen und Spiele gewinnen können." Zumindest in Posen war Rapid davon ziemlich weit entfernt.