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"Keller sticht heraus": Dresdens Neuzugänge sorgen für den Turnaround

kicker

"Es ist verrückt, als Innenverteidiger zwei Spiele in Folge zu treffen, das habe ich so auch noch nicht erlebt": So lauteten die Worte von Thomas Keller bei Sky nach dem Ost-Derby zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden, das der SGD-Neuzugang mit dem 2:1 kurz vor der Pause für die Sachsen entschieden hatte.

Damit erzielte der 26-Jährige, der erst Anfang des Jahres per Leihe vom 1. FC Heidenheim nach Dresden gewechselt und direkt zum Stammspieler avanciert war, schon sein zweites Saisontor in der 2. Liga, nachdem er bereits zuvor zum Rückrundenauftakt mit dem 1:0 den Sieg (2:0) gegen Greuther Fürth eingeleitet hatte.

Kein Wunder also, dass auch seine Chefs um Geschäftsführer Sport Sören Gonther nur voll des Lobes über ihn sind, hat er doch mit dafür gesorgt, dass die kriselnden Sachsen endlich wieder mal zwei Spiele in Folge für sich entschieden - und das gegen direkte Konkurrenten: "Natürlich sticht Thomas Keller heraus, der es hinten herausragend macht. Aber vorn auch zweimal in zwei Spielen zu treffen - besser kann man keinen Einstand haben. Ich glaube, dass die anderen Jungs von ihm profitieren."

Neuzugänge "tun uns sehr gut"

Ganz generell harmonieren die Neuzugänge bei Dynamo sehr gut, das mit sechs einige davon hat, von denen neben Keller auch Robert Wagner, Jason Ceka und Jonas Sterner allesamt den direkten Weg in die Startformation gefunden haben. Dass mit Ben Bobzien, der erst vor kurzem aus Mainz ausgeliehen wurde und in Magdeburg noch keine Option war, noch ein weiterer Neuer in den Startlöchern steht, lässt daher noch einiges erwarten. Hinzu kommt Elias Bethke im Tor, der aber noch nicht am stark aufgelegten Tim Schreiber vorbeikommt. Auch Trainer Thomas Stamm freut sich deshalb über diese neuen Optionen, sieht "Jungs, die uns sehr guttun können".

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Sachsen nicht wirklich eine andere Wahl hatten. Als Tabellenletzter schloss der Klub die Hinrunde ab, mit vier Punkten Abstand auf den Relegationsplatz und das rettende Ufer, auf dem sich der 1. FC Magdeburg befand. Hinzu kam mit 34 Gegentreffern die zweitschlechteste Defensive der Liga. Auch deshalb war es dringend notwendig, sich dort zu verstärken. Das ist mit Keller unerwartet gut geglückt, der sogar auch vorn seinen Beitrag leisten kann. "Ich war früher Stürmer", erklärte er seinen wuchtigen Schuss zum 2:1 im "Elb-Clasico", welches ob der Bedeutung im Osten noch einmal neuen Schub verleihen könnte.

Kommt auch Hoti?

Doch die Planungen in Dresden scheinen trotz der derzeit guten Leistungen auf dem Transfermarkt noch nicht ganz abgeschlossen. Wie Gonther bestätigte, will der Verein noch einmal in der Defensive nachlegen und hat dabei Andi Hoti vom Konkurrenten Magdeburg im Blick, der bereits in der vergangenen Rückrunde an die SGD ausgeliehen war und mit ihr den Aufstieg schaffte.

"Wir haben kein Geheimnis daraus gemacht, dass wir uns im Sommer mit Andi beschäftigt haben und dass wir es jetzt gemacht haben. Wir haben ein konkretes Angebot Anfang des Monats hinterlegt und man hat es abgelehnt", sagte Gonther zu dieser Personalie, der aber noch nicht alle Hoffnungen begraben wollte: "Am Ende ist es ein Spieler, der sehr, sehr interessant für uns ist, aber der Ball liegt auf Magdeburger Seite."