Kurz vor der Winterpause greift 1860 München wieder voll ins Aufstiegsrennen ein. Beim 2:1-Sieg in Ingolstadt war die Freude nach dem vierten Sieg in Folge groß, jedoch gab es einen Wermutstropfen: "Wir haben den Sieg teuer bezahlt", war sich 1860-Trainer Markus Kauczinski bereits kurz nach Abpfiff über die schwere Verletzung von Top-Torschütze Sigurd Haugen sicher.
In der 78. Minute war Haugen, der den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleichstreffer erzielt hatte (42.), mit FCI-Torwart Kai Eisele zusammengeprallt und musste daraufhin das Spielfeld verlassen. Nun steht die Diagnose fest: Der Stürmer erlitt einen Kieferbruch, verlor einen Zahn und wird den Löwen voraussichtlich sechs bis acht Wochen fehlen.
Die OP hat der 28-Jährige bereits gut überstanden, wie er auf seinem Instagram-Profil mitteilte: "Vielen Dank für all die Nachrichten der letzten Tage. Die Operation verlief glatt und die nächsten Wochen werden sich nur um die Genesung drehen. Ein gebrochener Kiefer ist nichts im Vergleich zu den meisten, die ich im Krankenhaus gesehen habe. Lasst uns 2026 angehen wie hungrige Löwen."
Glück im Unglück bei Volland
Erfreulichere Nachrichten gibt es für die Sechzger bei Haugens Stürmer-Pendant Kevin Volland, der sich in einer brisanten Aktion verletzte. Jedoch zeigt sich Geschäftsführer Manfred Paula froh, "dass uns bei Kevin Volland eine längere Verletzungspause erspart bleibt". Über den Jahreswechsel soll der Stürmer behandelt werden und könne bei gutem Heilungsprozess anschließend das Training wieder aufnehmen, heißt es.
In der 66. Minute wollte der Ex-Nationalspieler einen halbhohen Pass herunternehmen und traf dabei Ingolstadts Jonas Scholz, der mit dem Kopf ziemlich weit unten in den Zweikampf ging. Danach wurde es hitzig: Volland, der sich in der Aktion weh getan hatte, sah die Ampelkarte und musste verletzt vom Platz gehen.
Ohnehin würde der Stürmer damit die anstehende Partie gegen den SC Verl gesperrt verpassen, ebenso wie Innenverteidiger Siemen Voet, der seine fünfte Gelbe Karte sah.
Haugen-Ausfall "schmerzt sehr"
"Wir wünschen beiden Spielern gute Besserung sowie einen schnellen Verlauf der Genesung", sagt Paula über das verletzte Stürmer-Duo. Doch gerade der Ausfall von Haugen, der in den letzten Wochen gut in Form war, "schmerzt sehr, wir drücken ihm die Daumen, dass er so schnell wie möglich wieder auf dem Trainingsplatz stehen kann", so Paula.