Der Machtkampf beim SK Sturm hat am Montag die nächste Phase erreicht. Nachdem Trainer Jürgen Säumel am Sonntag im Anschluss an den 2:1-Derbyerfolg über den GAK verbal in die Offensive gegangen war, fand am Tag darauf das angekündigte Gespräch zwischen ihm und Christian Jauk statt. Dies bestätigte der schwarz-weiße Präsident am Montagabend im ORF.
"Mir ist es wichtig, dass wir zu einer konstruktiven Diskussion intern zurückkehren, weil es keine Gewinner gibt, vor allem der Verein trägt Schaden daran", erklärte Jauk. Man werde in Zukunft wieder "ohne Mikro" an Lösungen für den Verein arbeiten, so der 60-Jährige.
Fortführung der Zusammenarbeit scheint undenkbar
Nach dem Befreiungsschlag "im emotionalsten Spiel des Jahres" hatte Säumel die Arbeit im Transfersommer kritisiert: "Dass der Kader auf manchen Positionen unausgeglichen ist, sieht ein jeder." Den oder die Adressaten seiner Botschaft nannte der Sturm-Trainer zwar nicht, doch längst ist klar, dass in Graz ein Machtkampf zwischen ihm und Sportchef Michael Parensen herrscht.
Personelle Konsequenzen gab es bislang noch nicht und wurden von Jauk auch am Montag nicht angekündigt. Eine Fortführung der Zusammenarbeit in der aktuellen Konstellation über den Winter hinaus scheint angesichts der tiefen Gräben jedoch unwahrscheinlich, zumal Säumels Vertrag im kommenden Sommer ausläuft.