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Nach einem Jahr voller Bestmarken: Freiberg geht selbstbewusst in seine "14 Endspiele"

kicker

Ein Jahr voller Bestmarken: So lässt sich der Auftritt des SGV Freiberg im Jahr 2025 beschreiben. Ein neuer Startrekord in der Regionalliga Südwest (neun Siege aus den ersten neun Spielen), Herbstmeister mit der besten Defensive - und auch in der Jahresendabrechnung steht die Lushtaku-Elf ganz oben. 69 Zähler aus 34 Spielen, dazu die beste Tordifferenz (+32), sammelten die Blau-Weißen in den zurückliegenden zwölf Monaten - so viele wie kein anderes Team der Liga.

Ein gutes Meisterschafts-Omen? Durchaus. In den vergangenen beiden Spielzeiten reichten 69 Punkte nach 34 Spieltagen jeweils zur Meisterschaft. Klar ist: Freibergs Führung in der Jahrestabelle ist ein Preis, von dem man sich nichts kaufen kann. Dennoch macht sie deutlich, dass der SGV längst kein Überraschungsteam mehr ist, sondern bereits dort steht, wo die vermeintlichen Big Player der Liga wie Offenbach, die Stuttgarter Kickers oder der FC Homburg gern wären.

Wenig überraschend fiel das Jahresfazit daher positiv aus. "Insgesamt bin ich sehr stolz auf das vergangene Jahr", resümierte Freibergs sportlicher Leiter Mario Estasi in einem Interview in den sozialen Medien. "Wir hatten im Sommer einen großen Umbruch mit rund 20 neuen Spielern - das bedeutete enorm viel Arbeit, nicht nur auf dem Platz, sondern auch im Hintergrund."

Jener Umbruch war zunächst kaum zu spüren, als der SGV nach dem Startrekord zwischenzeitlich bereits auf zehn Punkte enteilt war. Nach und nach machten sich jedoch auch beim nun großen Titelfavoriten erste Unstimmigkeiten breit, die eine überraschende, acht Spiele andauernde Sieglosserie nach sich zogen und den Vorsprung auf lediglich einen Punkt schmelzen ließen.

„Ab Oktober hat man dann gemerkt, wie schnell sich im Fußball alles ändern kann und wie wichtig dauerhafter Fokus und Konzentration ist.“ (Mario Estasi)

"Ab Oktober hat man dann gemerkt, wie schnell sich im Fußball alles ändern kann und wie wichtig dauerhafter Fokus und Konzentration ist", sieht Estasi aber auch einen wichtigen Lerneffekt. "Das haben wir natürlich kritisch hinterfragt. Wir hatten Phasen mit sehr guten Spielen, aber ohne die passenden Ergebnisse. Sicherlich haben auch Sperren und Verletzungen von zwei bis drei wichtigen Spielern eine Rolle gespielt. Trotzdem bin ich zufrieden mit der Entwicklung - auch wenn wir wissen, dass das am Ende der Saison abgerechnet wird. Nichtsdestotrotz können wir auf die Herbstmeisterschaft und dass wir in 2025 die erfolgreichste Mannschaft waren, stolz sein."

Auch aufgrund der eigenen Schwächephase erwartet Freiberg im Frühjahr einen heißen Titelkampf. Top-Konkurrent Großaspach (40 Punkte) sitzt dem Primus bereits im Nacken, Mainz II (34 Punkte), der FSV Frankfurt (33) und der SV Sandhausen (33) wollen ebenfalls noch ein Wörtchen mitreden. "Am Ende der Saison werden drei bis vier Teams um die Meisterschaft kämpfen", ist sich Estasi sicher. "Wenn wir am Ende vorne stehen sollten, wäre das überragend."

Die Spieler befinden sich momentan noch im wohlverdienten Urlaub, aber: "Die Mühlen mahlen, auch wenn man es nicht immer sofort sieht", so Estasi, der den Verein personell und strukturell gut vorbereitet sieht. Um optimal für den Restrundenauftakt gegen Eintracht Trier am 21. Februar gerüstet zu sein, reist die Lushtaku-Elf zu einem Trainingslager in die Türkei.

Eine ähnliche Schwächephase wie in der ersten Saisonhälfte kann sich der Titelaspirant schließlich nicht mehr leisten - dessen ist sich auch Estasi bewusst. "Wir haben noch 14 Endspiele vor uns. Ab dem 21.02. geht es wieder los - und ab dann zählt jedes Spiel."