Am Sonntag endet beim VfB Oldenburg die Winterpause. Nach den ersten medizinischen Untersuchungen steht am Dienstag mit Experten der Universität Paderborn der Laktat-Test an. In 32 Trainingseinheiten und vier Testspielen wollen die Oldenburger die Grundlage dafür legen, den SV Meppen noch zu überholen und in die 3. Liga aufzusteigen.
Gehofft wird, dass Patrick Möschl in der Vorbereitung wieder mitmischen kann. Der 32-Jährige fällt seit Ende August aufgrund von Problemen im hinteren Oberschenkel aus. Wie Sport-Geschäftsführer Sebastian Schachten berichtet, wurde Möschl zuletzt bei einem Spezialisten behandelt. Die Beschwerden sollen mittlerweile deutlich geringer sein.
Wird Möschl fit, wäre er als Rechtsverteidiger ebenso eine Alternative wie Anouar Adam. Adam hat sich im Mai einen Riss der Patellasehne zugezogen, steht nun aber wieder zur Verfügung. "Es ist der Wahnsinn, wie hart dieser Junge gearbeitet hat", lobt Schachten. Der 26-Jährige soll in der Vorbereitung die nötige Spielpraxis erhalten. Erreicht Adam rasch sein vorheriges Niveau, ist er ein gefühlter Winter-Neuzugang.
Goguadze hat sich anders entschieden
Nicht dabei sein wird indes am Sonntag nach jetzigem Stand ein tatsächlicher Neuzugang. Vergeblich bemüht hatten sich die Oldenburger um Mittelstürmer Nikky Goguadze, der sich allerdings für den Wechsel zum FC St. Pauli II entschieden hat. Dort hofft der 27-Jährige, sich in den kommenden Wochen für den Bundesliga-Kader empfehlen zu können. Goguadze lagen mehrere Anfragen von ambitionierten Regionalligisten vor. Auch im Norden war der VfB nicht der einzige Meisterschaftsanwärter, der ihn sehr gerne unter Vertrag genommen hätte. "Nikky ist ein interessanter Spieler, für den es einen entsprechenden Markt gegeben hat, und der zukünftig beim FC St. Pauli seine Chance suchen wird", kommentiert Schachten die Causa. "Wir sondieren den Markt weiter, sind aber entspannt und müssen nicht unbedingt etwas machen."
Allzu entspannt sollte Schachten bei der Stürmer-Suche allerdings nicht sein. Zuletzt hat er an einigen Vertragsverlängerungen gearbeitet. Es wäre jedoch leichtsinnig, im Sturmzentrum nicht noch einmal nachzulegen. Mats Facklam hat zwar bereits 13-mal getroffen, wartet aber seit mittlerweile sieben Partien auf sein nächstes Tor. Allein darauf zu vertrauen, dass der 29-Jährige im neuen Jahr seine Ladehemmung wieder ablegt, erscheint im Kampf um den Aufstieg zu risikoreich. Hier benötigen die Oldenburger eine weitere Alternative, denn auch Moses Otuali (drei Saisontore) ist kein Torgarant. Facklams Flaute kann er nicht kompensieren.
Die Oldenburger sind im Norden einer der Klubs, mit denen zuletzt der beim Halleschen FC aussortierte Cyrill Akono in Verbindung gebracht wurde. Ein Wechsel zum VfB ist nach kicker-Informationen zum aktuellen Stand allerdings unwahrscheinlich. Bestenfalls möchte der VfB sich auch mit einem weiteren Spieler für die Defensive verstärken. Idealerweise soll ein Akteur kommen, der auf der Sechs, aber auch in der Innenverteidigung spielen kann. Es wartet somit noch Arbeit auf Schachten, ehe die Jagd auf Meppen beginnen kann. Voraussichtlich startet der VfB am 14. Februar mit dem Nachholspiel beim VfB Lübeck in das neue Jahr.