Man kann nicht gerade behaupten, dass Assan Ouedraogo vom Glück verfolgt wäre, seit er im Sommer 2024 von Schalke 04 zu RB Leipzig wechselte. Seit der 19 Jahre alte Mittelfeldakteur für eine Ablöse von zehn Millionen Euro bei den Sachsen anheuerte, hat er lediglich 18 Pflichtspiele bestreiten können - von insgesamt 67. Immer wieder wurde der technisch versierte und athletische Mittelfeldakteur von Verletzungen zurückgeworfen.
Ouedraogo: Erneut macht die Kniekehle Sorgen
So nun auch vor dem Duell mit dem FC Bayern am Samstag. Dabei hatte Ouedraogo beim jüngsten 2:0-Heimsieg gegen den SC Freiburg am Mittwoch gerade erst sein Comeback gefeiert, nachdem er zuvor wegen einer Blessur in der Kniekehle sechs Wochen hatte pausieren müssen. Gegen Freiburg hatte Ouedraogo 60 Minuten absolviert, aber, so RB-Trainer Ole Werner im Rahmen der Spieltags-Pressekonferenz am Freitag, "wieder Probleme gehabt". Und zwar an der gleichen Stelle in der Kniekehle, an der er auch zuvor verletzt war.
Wie schwerwiegend die Blessur ist und wie lange der 1,91 Meter große Profi ausfallen könnte, kann Werner noch nicht sagen. "Wir sind noch in der Diagnostik", sagt der Coach, "am Samstag werden wir mehr wissen." Gegen die Bayern wird Ouedraogo, der sich im Verlaufe der Hinrunde einen Platz im Team sowie eine Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft erspielt hatte, auf jeden Fall fehlen. Gleiches gilt für Jonathan Bakayoko (muskuläre Probleme), Lukas Klostermann (Nachwirkungen eines Infektes), Viggo Gebel (Kreuzbandriss) und Neuzugang Suleman Sani, der laut Werner noch Visa-Angelegenheiten zu regeln hat.
„Er hat es sich verdient, wieder ein Teil der Mannschaft zu sein. Wir freuen uns, dass er wieder dabei ist.“ (Ole Werner über Benjamin Henrichs)
Dafür wird erstmals seit dem 20. Dezember 2024 wieder Benjamin Henrichs zum Spieltags-Kader der Leipziger gehören. Der Außenverteidiger hatte sich damals beim 1:5 der Sachsen beim FC Bayern München in der Nachspielzeit einen Achillessehnenriss zugezogen und seitdem pausiert. Zuletzt hatte sich Henrichs indes im Training sukzessive an die Mannschaft herangekämpft. "Benni hat in den letzten Monaten sehr gut gearbeitet", betont Werner, "er ist immer drangeblieben und hat jetzt auch einen guten Eindruck im Training gemacht. Er hat es sich verdient, wieder ein Teil der Mannschaft zu sein. Wir freuen uns, dass er wieder dabei ist."
Nicht im Kader steht dagegen Kevin Kampl. Der 35 Jahre alte Routinier, der aus privaten Gründen seinen Vertrag bei RB auflöst, wird am Samstag offiziell und gebührend verabschiedet. "Kevin hat sich das über die Jahre verdient", sagt Werner, der Kampl als "Gesicht der Geschichte dieses Vereins" bezeichnet.