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"Qualitativ nichts mit Regionalliga zu tun": Wuppertal blamiert sich im ersten Testspiel

kicker

Das neue Jahr ist noch keine zwei Wochen alt, doch der Wuppertaler SV bestimmt mit beeindruckender Konstanz die Schlagzeilen in der Regionalliga West. Eine Konstanz, die dem WSV in dieser Spielzeit in nahezu allen anderen sportlichen Bereichen bislang zu fehlen scheint.

In der Liga überwinterte der Vizemeister von 2023 auf Rang 15. Dies hatte zur Folge, dass Cheftrainer Sebastian Tyrala pünktlich zum Jahreswechsel von seinen Aufgaben entbunden wurde. Mit seinem Nachfolger Mike Wunderlich steht damit bereits der siebte WSV-Coach seit 2023 an der Seitenlinie. Fast zeitgleich räumte zudem Sportchef Thomas Richter freiwillig seinen Posten.

Monheim überrumpelt anfälligen WSV

Auch wenn aufgrund der aktuellen Witterung zum Start der Vorbereitung kein geregelter Trainingsbetrieb möglich war und regelmäßig in eine Soccerhalle ausgewichen werden musste, verlief das erste Testspiel unter Wunderlich am gestrigen Freitag alles andere als nach Plan. Gegen den FC Monheim, Tabellenelfter der Oberliga Niederrhein, setzte es eine deutliche 0:4-Niederlage.

Nach nicht einmal 60 Sekunden war die WSV-Defensive bereits erstmals überwunden. Kurz vor der Pause legte der Oberligist den zweiten Treffer nach. "Wenn du 0:4 verlierst, sitzt das natürlich", zog Wunderlich gegenüber der Wuppertaler Rundschau nach dem Abpfiff ein ernüchterndes Fazit. Insgesamt stimmte die Intensität, die sein Team in den ersten 40 Minuten an den Tag legte, jedoch durchaus positiv, auch wenn es sowohl in der Offensive als auch in der Defensive noch an Konsequenz mangelte.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Personal nahezu komplett ausgetauscht, zudem kamen Spieler zum Einsatz, die bislang nur wenig Spielpraxis sammeln konnten. Mit dem dritten und vierten Gegentreffer binnen acht Minuten wich auch Wunderlichs Optimismus. "Die zweite Halbzeit war dann ein No-Go. Nicht vom Einsatz her, aber qualitativ hatte das nichts mit Regionalliga zu tun."

Wuppertals Sportlicher Leiter Gaetano Manno, der trotz Kritik aus Fankreisen zuletzt eine Jobgarantie erhalten hatte, wollte das Ergebnis nicht überbewerten und konnte dem Debakel sogar etwas Positives abgewinnen: "Es ist besser, dass es jetzt passiert als zum Auftakt gegen die Spielvereinigung Velbert", so der Funktionär gegenüber der Wuppertaler Rundschau.

Trainingslager in der Türkei - Hirschberger kommt aus Bocholt

Klar ist dennoch: Der WSV hat noch viel Arbeit vor sich, um für den Krisengipfel gegen die SSVg Velbert zum Auftakt der Frühjahrsrunde in zwei Wochen gewappnet zu sein. Immerhin werden die Trainingsbedingungen ab Montag deutlich besser, wenn es für den Regionalligisten, dank externer Gönner, ins Trainingslager in die Türkei geht.

Dabei wird auch ein Neuzugang mit in den Flieger steigen: Nicolas Hirschberger kommt per Leihe vom 1. FC Bocholt und bringt jede Menge Erfahrung ins Stadion am Zoo. Der 26-jährige Offensivspieler kann auf 161 Einsätze in der Regionalliga West zurückblicken. Für den 1. FCB absolvierte Hirschberger in dieser Saison 20 Pflichtspiele, in denen ihm sechs Tore und drei Vorlagen gelangen.

"Nicolas ist ein offensiv sehr variabler Spieler, der alle Positionen in der Offensive spielen kann - vom offensiven Mittelfeld bis hin zur Sturmspitze. Er ist extrem laufstark, technisch sehr versiert und stark im Eins-gegen-eins. Zudem verfügt er über eine sehr gute Schusstechnik. Genau dieses letzte Puzzlestück hat uns im Kader noch gefehlt. Wir sind sehr froh, dass wir ihn davon überzeugen konnten, uns in der Rückrunde zu unterstützen und uns beim Ziel Klassenerhalt zu helfen", freut sich Manno über den Neuzugang.