Ein Treffen gab es wohl schon: Wie die Bild berichtet, soll Hertha-Präsident Fabian Drescher in Wien bereits Gespräche mit Ralf Rangnick geführt haben. Das Blatt beruft sich dabei auf österreichische Verbandskreise.
Der Zweitligist ist auf der Suche nach einem neuen Sport-Geschäftsführer, derzeit vollzieht sich ein personeller Umbruch in der Führungsetage. Nach den Abgängen von Andreas "Zecke" Neuendorf (Direktor Akademie und Lizenzspielerbereich) und Kaderplaner Timon Pauls (neuer Sportdirektor beim KSC) rückte vor Kurzem Sami Allagui als rechte Hand von Sportdirektor Benjamin Weber zum Koordinator Sport auf. Ob Rangnick den offenen Posten des Sport-Geschäftsführers übernehmen oder eher als Berater im Hintergrund fungieren könnte, ist aber noch offen.
Der 66-Jährige ist seit Sommer 2022 der Nationaltrainer von Österreich, führte das ÖFB-Team bei der Europameisterschaft 2024 immerhin ins Achtelfinale. Der Start in die WM-Quali ist mit zwei Siegen aus zwei Spielen geglückt. Allerdings gab es in der Vergangenheit auch schon Unstimmigkeiten zwischen Rangnick und der ÖFB-Führung.
Rangnick sagte vergangenes Jahr dem FC Bayern ab
Nun könnte der Erfolgstrainer von unter anderem Hannover 96, der TSG Hoffenheim und RB Leipzig - mit allen drei Vereinen feierte er den Aufstieg in die Bundesliga - nach Deutschland zurückkehren. Im vergangenen Jahr wollte bereits der FC Bayern Rangnick als Trainer in die Bundesliga zurückholen, doch damals sagte er dem Rekordmeister ab. Sein Vertrag als österreichischer Nationaltrainer läuft noch bis nach der WM 2026.
In dem Medienbericht ist nun von einem "grundlegenden Interesse" Rangnicks an einer Zusammenarbeit mit Hertha die Rede. Seit dem Bundesliga-Abstieg 2023 hat der Hauptstadt-Klub die Rückkehr ins Oberhaus mit Platz 9 in der Saison 2023/24 und Platz 11 in der abgelaufenen Spielzeit zweimal recht deutlich verpasst. Seit Mitte Februar ist Cheftrainer Stefan Leitl im Amt, unter dem es wieder aufwärts ging.