Aus Wolfsburgs Trainingslager in Lissabon berichtet Thomas Hiete
Am Dienstag im Test gegen den portugiesischen Erstligisten Estrela Amadora kam Denis Vavro erst zur zweiten Hälfte in die Partie. Der Innenverteidiger ist beim VfL Wolfsburg seinen Stammplatz aus der Vorsaison los, mittlerweile ist er nur noch Innenverteidiger Nummer vier. Gerüchte über einen Abschied machen die Runde, nun aber rückt erst mal eine andere Geschichte in den Mittelpunkt: In seiner Heimat hat der 29-Jährige am Rande eines Hallenturniers einen Jugendlichen geschlagen. Von dem Eklat existieren Videos.
„Der Vorfall ist uns bekannt. Es gab dazu ein Gespräch mit Denis. Er hat sich aufrichtig für sein Verhalten entschuldigt.“ (Statement des VfL Wolfsburg zum Fall Vavro)
In einem Klub-Statement reagiert der VfL Wolfsburg: "Der Vorfall ist uns bekannt. Es gab dazu ein Gespräch mit Denis. Er hat sich aufrichtig für sein Verhalten entschuldigt. Alles weitere bleibt intern." Sprich: Ob der Spieler eine Geldstrafe erhält, ist nicht bekannt.
Slowakischer Verband soll ermitteln
Dafür aber drohen Vavro, 30-maliger Nationalspieler seines Landes, Konsequenzen des slowakischen Verbandes. Es heißt, die Disziplinarkommission befasse sich mit dem Fall, der sich über die Weihnachtsfeiertage bei einem Hallenturnier zugetragen habe.
Vavro gerät ins Hintertreffen - und könnte den VfL Wolfsburg noch in diesem Januar verlassen. Der Innenverteidiger, nach vorheriger Leihe erst im Sommer fest vom FC Kopenhagen verpflichtet, ist in der Hierarchie abgerutscht, nun dieser Vorfall. Interesse soll es geben, und beim VfL dürfte sich die Gesprächsbereitschaft jetzt deutlich erhöht haben.