Trotz eines XXL-Umbruchs im Sommer mit insgesamt 14 Neuzugängen sieht die VSG Altglienicke offenbar weiterhin Optimierungspotenzial in ihrem Regionalliga-Kader, der die Hinrunde auf Rang fünf abschloss. Bereits am Dienstag gaben die Berliner die Verpflichtung von Nikos Zografakis bekannt, der zuletzt in der zweiten griechischen Liga spielte, jedoch auch die Erfahrung aus 14 Drittliga- sowie 143 Regionalliga-Einsätzen mitbringt.
Am späten Mittwochnachmittag legte der Viertligist dann noch einmal nach und präsentierte prompt den nächsten Neuzugang - dessen Vita sogar noch besser dekoriert ist. Erik Tallig hat einen Vertrag in Altglienicke unterschrieben. Der 25-jährige Außenbahnspieler war viele Jahre in der 3. Liga aktiv, die meisten davon in München beim TSV 1860, für den er über 100 Pflichtspiele absolvierte.
Lange Leidenszeit
Die Zeit bei den Löwen fand 2023 jedoch ein abruptes Ende, als ein Kreuzbandriss Tallig ausbremste. Im Frühjahr 2024 folgte der Wechsel zum SSV Jahn Regensburg, doch erneut machte ihm eine schwere Knieverletzung zu schaffen. Dieses Mal war es ein Innenbandriss, der dazu führte, dass das Kapitel beim Jahn bereits im darauffolgenden Sommer ohne Pflichtspieleinsatz beendet war.
Mit der Unterschrift beim FC Energie Cottbus im Frühjahr 2025 schien Tallig zwischenzeitlich wieder zurück in der Spur. Nach neun Einsätzen in der Rückrunde der abgelaufenen Saison wurde der 25-Jährige in der laufenden Spielzeit jedoch nicht mehr von Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz berücksichtigt. Ende 2025 gaben die Lausitzer schließlich die Trennung bekannt.
„Ich möchte nach den letzten nicht ganz so leichten Jahren wieder Spaß am Fußball haben“ (Erik Tallig)
Nun folgt der Rückschritt in die Regionalliga Nordost, die der Mittelfeldakteur aus seiner Zeit beim Chemnitzer FC, für den er damals übrigens auch sein Drittliga-Debüt gab, kennt. "Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe bei der VSG Altglienicke", zeigt sich Tallig vorfreudig. Sein Auftrag ist klar: "Ich möchte die Mannschaft mit meinen Qualitäten bereichern und erfolgreichen Fußball spielen." Dem Ex-Löwen geht es dabei jedoch nicht nur um sportlichen Ehrgeiz, sondern auch um grundsätzliche Dinge: "Ich möchte nach den letzten nicht ganz so leichten Jahren wieder Spaß am Fußball haben."
Tallig bleiben nun nur wenige Wochen, um sich bei seinem neuen Arbeitgeber einzuleben. Anfang Februar steht für die Berliner zum Auftakt der Rückrunde gleich ein echter Kracher an: Es geht ins Ernst-Abbe-Sportfeld zum FC Carl Zeiss Jena.