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Skeptiker schnell verstummen lassen: Eichstätt überzeugt auf ganzer Linie

kicker

Als Aufsteiger überwintert der VfB Eichstätt in der Regionalliga Bayern auf einem bärenstarken fünften Tabellenplatz. 32 Punkte aus 18 Spielen sind das Resultat einer bislang fantastischen Reise durch diese semiprofessionelle Liga - und das für den VfB als reinen Amateurverein. "Wir sind überglücklich, dass es so gut gelaufen ist", stellt Dominik Betz fest. Der VfB-Trainer ist nicht nur stolz auf die Mannschaft, sondern vor allem auch auf die Führungsetage des Vereins, die im Hintergrund am Erfolg mitwerkelt.

Dabei war das Comeback nach zweijähriger Abstinenz gründlich misslungen. "Die Jungs", wie die Mannen um Kapitän Jonas Fries genannt werden, unterlagen gleich am ersten Spieltag dem Mitaufsteiger FC Memmingen mit 1:2. Die Zweifler sahen sich bestätigt.

Allerdings verwandelte sich die anfänglich skeptische Stimmung schnell in wachsenden Optimismus. Mit leidenschaftlichem Einsatz, taktischer Disziplin und einer beeindruckenden Geschlossenheit gelang es dem Team, Schritt für Schritt Selbstvertrauen aufzubauen und Punkte einzufahren.

Heimstärke und gute Defensive als Grundlage

Besonders der HIRSCH-Sportpark entwickelte sich dabei - wie schon in der Aufstiegssaison - zu einer echten Festung. Die Auftaktniederlage sollte die einzige vor heimischem Publikum bleiben - auch wenn die Eichstätter wie gegen den SV Wacker Burghausen (2:1), die SpVgg Unterhaching (1:1) und die SpVgg Ansbach (2:2) Rückständen hinterherlaufen mussten. Obendrein gab es zuhause souveräne Zu-Null-Siege gegen die SpVgg Hankofen-Hailing (2:0), die DJK Vilzing (2:0) und den FC Bayern München II (3:0). "Heimspiele sind immer etwas Besonderes, auch weil die Reisestrapazen wegfallen. Wir sind aber nicht nur daheim eine Macht gewesen, sondern haben auch auswärts coole Siege gefeiert", sagt Betz - und erinnert beispielhaft an das jüngste 3:1 beim FC Augsburg II oder das 2:0 bei der SpVgg Bayreuth.

Ein Schlüssel zum Erfolg war vor allem die stabile Defensive. Nur die Keeper des FC Würzburger Kickers (16 Gegentore) und der SpVgg Unterhaching (17) mussten weniger oft hinter sich greifen. Während die Gegner also häufig an der gut organisierten Abwehrreihe um die beiden Torhüter Felix Junghan (elf Spiele) und Nikolai Sauernheimer (sieben) verzweifelten, setzte Eichstätt im Offensivspiel immer wieder Nadelstiche. Bester Scorer ist Ferat Nitaj (sechs Tore, neun Vorlagen). Der 23-jährige Mittelfeldtechniker drückte so manchem Duell seinen Stempel auf - und dürfte in dieser Verfassung sicherlich auf dem Notizzettel anderer Vereine stehen. "Ferat spielt eine super Runde", bestätigt Betz, der seinen Schützling jedoch auch in der neuen Saison "am besten in Eichstätt aufgehoben" sehen würde.

„Die vier Wochen Pause haben sich die Jungs jetzt aber auch absolut verdient.“ (Dominik Betz)

Da die Nachholspiele gegen den TSV Schwaben Augsburg und die SpVgg Hankofen-Hailing vom Bayerischen Fußballverband (BFV) noch nicht final terminiert sind, ist auch der Vorbereitungsplan des VfB Eichstätt nicht abschließend in Stein gemeißelt. Geplant sind aber fünf Testspiele.

Fakt ist derweil, dass Betz am 15. Januar 2026 zur ersten Einheit des neuen Jahres bitten wird. "Die vier Wochen Pause haben sich die Jungs jetzt aber auch absolut verdient", sagt der 39-Jährige. Da der B+-Lizenzinhaber sofort im Fußball-spezifischen und taktischen Bereich einsteigen will, müssen Fries und Co. bis dahin ihre Hausaufgaben in Form von Dauerläufen erledigen. "Da habe ich aber keine Angst, weil alle grundsätzlich sehr fleißig sind", lobt er.

Innenverteidiger gesucht

Ob man im VfB-Lager dann auch den einen oder anderen Winter-Neuzugang begrüßen kann? "In der Abwehr müssen wir auf jeden Fall nachjustieren, da wir nach den verletzungsbedingten Ausfällen von Mustafa Fatiras und Jonas Perconti nur noch zwei fitte Innenverteidiger haben", erklärt Betz - und hofft, dass keiner aus dem aktuellen Kader mit einem Wechselwunsch auf ihn zukommt. Er sagt: "Jeder Einzelne, auch wenn er nur wenig Einsatzzeit hatte, ist wichtig für das Team. Gemeinsam wollen wir weiter erfolgreich sein. Auf dem bisher Erreichten werden wir uns gewiss nicht ausruhen."