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Zwischen Zufriedenheit und "Niederlage": Cottbus ist "Herbstmeisterschaft egal"

kicker

Der FC Energie Cottbus mischt die 3. Liga auf - schon wieder. Nachdem die Lausitzer nach dem Aufstieg aus der Regionalliga vor der vergangenen Saison am Ende knapp den direkten Durchmarsch in die 2. Bundesliga verpasst hatten, klopft das Team von Cheftrainer Claus-Dieter Wollitz auch in dieser Spielzeit erneut oben an und steht nach der Hinrunde, wie schon 2024/25, auf einem direkten Aufstiegsplatz.

Das wird sich trotz des 2:2 gegen Jahn Regensburg auch nicht mehr ändern, beträgt der Abstand des FCE durch den Punkt am Freitagabend doch vier Zähler auf den drittplatzierten SC Verl. "Wir können mit der Ausbeute sehr zufrieden sein", lautet daher auch das Fazit des Trainers nach der Partie am Mikrofon von MagentaSport.

Alles also rosarot in der Lausitz? So kann man das nun auch wieder nicht sagen, denn es war noch mehr drin. Hätten die Cottbuser gegen den Jahn einen Dreier geholt, wären sie bereits nach dem Spiel sicher Herbstmeister gewesen und hätten sich von den Verfolgern um den MSV Duisburg noch weiter entfernt. Jetzt gilt der Blick hingegen den Zebras, die am Sonntag bei Viktoria Köln (19.30 Uhr, LIVE! bei kicker) diese Hinrunde beschließen werden. Gewinnen diese nicht, bleibt der FCE über Weihnachten Tabellenführer.

Wollitz: "Das ist kein Understatement"

Und ein Sieg wäre sicherlich drin gewesen. Nach 45 Minuten stand eine deutliche und verdiente 2:0-Führung auf der Anzeigetafel im LEAG Energie Stadion. Doppelpacker Erik Engelhardt hatte seine Farben auf die Siegerstraße geschossen. Doch weil auf der anderen Seite Jahn-Kapitän Christian Kühlwetter ebenfalls zweimal traf, reichte es nur für ein Remis.

Für den Vorlagengeber zum 2:0, Tolcay Cigerci, fühlt sich dieses Ergebnis daher "wie eine Niederlage an". Warum man im zweiten Durchgang so eingebrochen war, konnte der 30-Jährige zwar nicht wirklich erklären. Man habe "etwas das Gefühl gehabt, dass der Tank leer war", versuchte sich der Mittelfeldmotor dennoch an einer Analyse. Am Ende läuft es jedoch darauf hinaus, dass es maximal unglücklich gelaufen ist: "Wenn man so eine gute erste Halbzeit spielt, darf man im zweiten Durchgang dann nicht so auftreten. Du führst mit 2:0 vor unseren Fans und bist Tabellenführer, das kannst du keinem erzählen. Aber der Fußball macht mal wieder alles möglich."

Sein Trainer blickt derweil ähnlich auf diese Partie und fordert seine Jungs für die Rückrunde auf, auch noch den Schritt mehr zu gehen: "Man sieht einfach, dass wir mehr brauchen, wenn wir da wirklich mal angreifen wollen. Das ist auch kein Understatement."

"Alles offen" vor der Rückrunde

Ganz so schwarzmalerisch ist Doppelpacker Engelhardt hingegen nicht unterwegs. Für ihn ist "alles in Ordnung. Ich sehe das nicht als Niederlage. Die anderen müssen auch erstmal spielen und gewinnen." Ohnehin sollte Energie alles andere als unglücklich aus dieser Hinserie gehen, stehen die Lausitzer doch nicht nur in der Liga ganz oben. Als Team mit den meisten Toren (42) - zusammen mit dem SC Verl - stellen sie obendrein den besten Scorer (Cigerci mit 22 Scorerpunkten) sowie mit Engelhardt (13 Tore) und Cigerci (12 Tore) Rang 1 und 2 in der Torschützenliste. Natürlich kann sich das an diesem Spieltag nochmal ändern, die bockstarke Hinrunde würde es aber wohl kaum noch schmälern.

Nun geht der Blick sowieso erstmal auf Weihnachten. Am Sonntag steht noch das FCE-Weihnachtssingen auf dem Programm, bevor es in den hochverdienten Urlaub geht. "Vielleicht ist es gut, dass wir jetzt erstmal Pause haben, zum Abschalten", sagte Engelhardt daher. "Das war jetzt nur die Hinrunde und es ist alles offen. Ob wir nun Herbstmeister sind oder nicht, ist egal."