Die Bundesligareserve hatte gleich ohne zehn Spieler den Weg in Richtung Bremen angetreten, konnte sich dennoch mit 35:30 durchsetzen. Doch Philipp Sekowski war weder krank noch verletzt, der 20-Jährige spendete Stammzellen um das Leben eines Blutkrebspatienten retten.
Das Besondere an der Geschichte, Sekowski steht in der Spenderdatei der DKMS, weil er seinen Vater 2019 an Blutkrebs verloren hat und sich schon vor sechs Jahren als Jugendlicher registrieren ließ. Nur wenn diese Merkmale möglichst exakt mit denen des Blutkrebspatienten übereinstimmen, ist eine rettende Stammzellspende möglich.
Vor rund sieben Wochen, so berichtet es Eintracht Hagen nun auf seiner Website, habe der Spieler die erste Nachricht erhalten. Nach weiteren Tests stand fest, dass die Merkmale tatsächlich passen und in der MediaPark-Klinik in Köln wurde dann die Stammzellenspende vorgenommen.
"Nach diesem Bescheid war es bei mir so, als wenn man einen Schalter umlegt. Jetzt weiß man: Es kommt auf Dich an!", berichtet Sekowski und betont: "Ich wusste durch meinen Vater, wie sich die betroffene Person fühlt. Für mich war völlig klar, dass ich es mache."