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Kurzfristiger Spielplanwechsel: Deutschlands U20 siegt gegen Spanien

kicker

Partien gegen Spanien sind für diese deutschen Spieler immer echte Thriller: Im Sommer feierten sie als U19 durch einen Sieg über Spanien nach Siebenmeterwerfen (41:40) den WM-Titel, am Donnerstagabend feierte die neue U20-Nationalmannschaft gegen die Spanier einen hauchdünnen 30:29-Erfolg zum Auftakt des Vier-Länder-Turniers im französischen Angers. Bester deutscher Werfer war Kreisläufer Tim Schröder mit fünf Treffern.

"Es war ein glücklicher, aber nicht unverdienter Sieg", sagte Bundestrainer Martin Heuberger, der vor allem mit der ersten Hälfte nicht zufrieden war: "Wir sind nicht gut gestartet, haben zu viele Chancen liegengelassen, insgesamt vier Siebenmeter. Zudem hatten wir Probleme in der Abwehr, vor allem wegen der vier frühen Zeitstrafen, als wir viele Gegentreffer in Unterzahl bekamen.“

"Haben wirklich gut gekämpft"

Nach ausgeglichenem Beginn (5:5, 8:8) setzten sich die Spanier auf zwei Treffer ab und ging mit einem 17:15-Vorsprung in die Pause. Es dauerte bis zu 47. Minute, ehe der DHB-Auswahl beim 25:25 wieder der Ausgleich gelang und kurz darauf beim 26:25 durch Tim Schröder in Führung ging. Das Spiel wankte dann hin und her, die Führung wechselte ständig. Deutschland erzielte das Tor zum 30:29-Endstand schon neunzig Sekunden vor dem Ende.

"Nach dem Halbzeitrückstand haben wir wirklich gut gekämpft, auch wenn wir sehr spät erstmals in Führung gingen. Wir hätten das Spiel locker nach Hause schaukeln können, haben uns zum Schluss aber wieder viele Fehlwürfe und technische Fehler geleistet. Morgen gegen Portugal müssen wir bessere Leistung bringen, um zu gewinnen", sagte Heuberger.

Spielplan kurzfristig geändert

Der Spielplan des Turniers musste wegen des Wintereinbruchs auf der iberischen Halbinsel geändert werden. Weil Portugal nach über 20-stündiger Busfahrt erst am Donnerstagmorgen auflief, wurden die Spieltage getauscht, deswegen traf Deutschland bereits am Donnerstag auf Spanien und spielt nun am heutigen Freitagabend (20.30 Uhr) gegen Portugal. Zum Turnierabschluss geht es am Samstag (18:30 Uhr) gegen Frankreich.

Im zweiten Spiel konnte sich Frankreich früh zum 6:2 lösen, setzte sich dann über ein 11:6 zum 18:12-Halbzeitstand ab. Zum Beginn des zweiten Spielabschnitts hatten beide Teams Mühe den Rhythmus zu finden. Portugal konnte sich auf vier Tore (22:18) herankämpfen, Frankreich siegte letztlich mit 30:26.

"Da das Team aufgrund der Flughafenschließungen nicht mit dem Flugzeug reisen konnte, stand es vor einer schwierigen Entscheidung: mit dem Bus zu fahren. Ich spürte im gesamten Team und insbesondere bei Trainer Carlos Martingo den enormen Wunsch, die Verpflichtung gegenüber dem Verband zu erfüllen. Ich möchte ihm danken und seine Bereitschaft und seinen Mut loben, 14 lange Stunden mit dem Bus zu reisen. Das ist nicht jedermanns Sache", erklärte FPA-Präsident Miguel Laranjeiro.

Deutschland - Spanien 30:29 (15:17)

Deutschland: Anel Durmic (VfL Gummersbach/HSG Krefeld Niederrhein), Finn Knaack (TuSEM Essen); Rasmus Ankermann (THW Kiel/TSV Altenholz/2), Caspar Gauer (SC DHfK Leipzig), Jan Grüner (Füchse Berlin/1. VfL Potsdam/4/1), Julius Hein (TSV Bayer Dormagen/1), Noah Hensen (SC Magdeburg/1), Max Heydecke (TSV Neuhausen/Filder/TVB Stuttgart/1), Monty Kleinsteuber (SC Magdeburg/4/1), William Reichardt (Füchse Berlin/1. VfL Potsdam/1), Johan Rohwer (THW Kiel/1), Linus Schmid (TSV Neuhausen/Filder/TVB Stuttgart/3), Tim Schröder (Füchse Berlin/1. VfL Potsdam/5), Leon Stehl (MT Melsungen/TV Hüttenberg), Anton Voß (SC DHfK Leipzig/3), Leonard Zink (TuS Vinnhorst/4)

Toptorschütze Spanien: Pol Valera 7Strafminuten: 10 / 6