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Mehr als "Anti-Handball"? So gut ist Auftaktgegner Österreich

kicker

Eine gute Nachricht, oder eher ein Druckaufbau vorweg: Die deutsche Nationalmannschaft hat noch nie gegen Österreich verloren. Zehnmal trafen beide Mannschaften bisher aufeinander, achtmal ging Deutschland als Sieger vom Feld, zweimal trennte man sich unentschieden.

Besonders das Unentschieden bei der EM 2024 liegt dabei noch schwer in Erinnerung, als sich beide Mannschaften im Hauptrundenspiel mit 22:22 trennten. Das letzte Aufeinandertreffen der beiden konnte Deutschland recht souverän mit 31:26 im März vergangenen Jahres gewinnen.

Auf wen gilt es zu achten?

Ein Spieler, der den Deutschen gern mal auf die Nerven ging, war Torhüter Constantin Möstl. Spätestens vor zwei Jahren beim 22:22-Unentschieden biss sich der 25-Jährige in den deutschen Köpfen fest, als er mit seinen 17 Paraden die Schützen zur Weißglut brachte. Im folgenden Sommer wechselte er dann zum TBV Lemgo und macht seitdem in der Bundesliga genau dort weiter.

Ein weiterer Faktor für den österreichischen Erfolg spielt ebenfalls in Lemgo: Lukas Hutecek. Der Denker und Lenker kommt wie Möstl mit ordentlich Rückenwind aus der Bundesliga zum Turnier. Im Angriff des ÖHB ist er unentbehrlich und trägt für die offensive Kreativität viel Last auf seinen Schultern.

Und wenn nicht Hutecek, dann hat man mit Mykola Bilyk noch einen erfahrenen Star im linken Rückraum. Nach zehn Jahren beim deutschen Rekordmeister THW Kiel wird es den 29-Jährigen im Sommer in die Schweiz zum HC Kriens-Luzern ziehen. Auch sonst ist der Kader gespickt mit vielen Spielern, die in Deutschland ihr Geld verdienen. Insgesamt spielen acht Spieler in der 1. oder 2. HBL.

Der Trainer

Den Grundstein für den Aufschwung legte Ales Pajovic. 2019 übernahm der Slowene das Traineramt und konnte schnell miterleben, wie die Österreicher mehr und mehr zur internationalen Konkurrenz wurden, wie der achte Platz bei der EM 2024 beweist. Im Januar letzten Jahres übernahm er dann das Traineramt bei der SG Flensburg-Handewitt und hörte als Nationaltrainer auf.

Für ihn übernahm im Sommer die spanische Handball-Legende Iker Romero den Posten. Parallel ist er derzeit noch als Trainer des Zweitligisten SG BBM Bietigheim aktiv, wird sich aber ab Sommer komplett auf seine Tätigkeit als Nationaltrainer fokussieren. Dass er als erfahrener Mann einen großen Impact haben kann, ist unbestritten. Bei der Generalprobe tat man sich zuletzt schwer.

So spielen sie

Ein taktisches Mittel, zu dem die Österreicher fast immer greifen, ist der siebte Feldspieler. Das hat auch Alfred Gislason in seiner Analyse beobachtet: "Die letzten Spiele gegen uns, haben sie durchgehend 7-gegen-6 gespielt. Einen großartigen anderen Stil sehe ich da eigentlich nicht. Die spielen ihren Spielstil runter, was auch teilweise sehr lange Angriffe angeht. Es ist eine unangenehme Mannschaft."

Auch Torhüter Andreas Wolff kann sich noch an die Spiele erinnern, wenn auch nicht im Guten: "Österreich spielt absoluten Anti-Handball. Das möchte eigentlich keiner sehen. Es ist sehr unattraktiv, auch für uns Spieler."

Als Erfolgsrezept will Gislason dann den Spieß umdrehen. Wenn die Österreicher mit langen Angriffen das Spiel eher verschleppen wollen, setzt das deutsche Team auf kompromisslosen Tempo-Handball. Das hat in den Testspielen zuletzt einwandfrei funktioniert, vielleicht ja auch jetzt zum EM-Start.

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