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Nach Gruppensieg: Dänische Abwehr-Probleme lassen Thomsen kalt

kicker

Aus Rotterdam berichtet Felix Buß

Das letzte Vorrundenspiel war schon fast vorüber, als sich die dänische Nationaltrainerin Helle Thomsen an der Seitenlinie ereiferte und Richtung rumänischer Bank schimpfte. "Ich bin gut mit der Assistenztrainerin (Iulia Curea) befreundet und kenne die Cheftrainerin wirklich gut, und dann werden sie wütend, dass ich diese Auszeit nehme", erklärte sie ihr Verhalten im dänischen Fernsehen. "Sie denken, das ist unsportlich."

"Ich hatte ein kleines Problem mit ihrem Timeout, denn aus meiner Sicht gab es keinen Grund, es zu nehmen. Das Spiel war fast vorüber und sie lagen mit acht oder neuen Toren vorne", meinte Mihaila Ovidiu, die rumänische Trainerin laut TV2. "Wir haben uns hinterher umarmt", sagte Thomsen und beide legten die Unstimmigkeit bei.

Laut Thomsen sei jeder Treffer wichtig, denn in der Hauptrunde wartet mit Ungarn ein starker Gegner. Wenn Rumänien gegen die Magyarinnen gewinnt, Dänemark aber verliert, könnten am Ende drei Teams gleich viele Punkte haben und nur die beiden Erstplatzierten jeder der vier Hauptrundengruppen erreichen das Viertelfinale.

Thomsen: Dann können uns nicht viele schlagen

Dabei wird Dänemark die Abwehr in den Griff bekommen müssen, denn Rumänien brach zwar in der zweiten Halbzeit schnell ein, traf aber dennoch 31 Mal. Vor allem Sorina Grozav und Lorena Ostase zeigten ihr Können.

"Solange wir 39 Tore machen, können uns nicht viele schlagen", meinte Thomsen laut Agentur Ritzau lapidar. "Solange wir sieben oder acht Tore mehr machen als der Gegner, ist alles in Ordnung" - zumal die Dänen dadurch mit 4:0 Punkten die Hauptrunde erreichen. Vor allem in der Schlussphase setzten sich die dänischen Angreiferinnen rigoros durch und lagen in den letzten zehn Minuten stets mit acht oder neun Toren vorne.

Nach dem entspannten Vorrunden-Endspurt gibt es für die nächste Turnierphase auch personell Erfreuliches: Trine Östergaard hatte vor dem letzten Gruppenspiel über Schmerzen im Fußknöchel geklagt, konnte aber laut Ritzau Entwarnung geben. "Bereits im Warm-up fühlte ich mich sehr frei, und es ist wichtig für mich, nicht das Gefühl zu haben, dass ich mich nicht frei bewegen kann", sagte die 34-jährige Rechtsaußen.