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Pregler-Abschied: Spielmacher-Tausch in der Bundesliga

kicker

Seit Ende Oktober herrscht Gewissheit: Ole Pregler läuft ab 2026 für Frisch Auf Göppingen auf. Damit war auch klar, dass der Schwede Ludvig Hallbäck den Klub verlassen wird.

"Wir waren mehrere Monate mit ihm im Austausch. Wir verstehen aber seinen Wunsch, dass er den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen möchte und international am Ball sein will. Das ist legitim", sagte Göppingens Chefcoach Ben Matschke damals der Stuttgarter Zeitung über Hallbäck.

Gummersbach und Göppingen werden schon während der EM-Pause im Januar einen Spielmacher-Tausch vollziehen. Demnach geht Pregler vorzeitig zu den Schwaben, im Gegenzug wechselt Hallbäck nach Gummersbach und erhält nach Vereinsangaben einen Vertrag bis 2028.

"Ludvig ist ein Spieler, den wir schon länger beobachten", äußert sich VfL-Chefcoach Gudjon Valur Sigurdsson: "Er ist jemand, der sofort bei uns funktionieren wird und deshalb sind wir sehr glücklich, dass er zu uns kommt."

"Ludvig ist ein noch immer junger und guter Mittelmann, der sein Können schon in Dänemark und bei Göppingen unter Beweis gestellt hat. Ich bin davon überzeugt, dass er unser Spiel noch schneller und besser machen wird", attestiert ihm Sigurdsson. Der Isländer setzt dann künftig auf doppelte Schweden-Power im Rückraum, nachdem der VfL schon Nikola Roganovic als Nachfolger von Julian Köster präsentiert hat.

Kein Heimspiel mehr für Hallbäck

"Nach Rücksprache mit allen Beteiligten haben wir uns gemeinsam dazu entschieden diesen Wechsel schon früher als geplant zu vollziehen", erklärt VfL-Geschäftsführer Christoph Schindler: „Wir wissen, dass das nicht der Standardprozess ist und sind trotzdem davon überzeugt, dass es die beste Lösung für alle Beteiligten ist, sowohl für die Spieler als auch für die Vereine."

"Da es sich zuletzt angebahnt hat, dass Ludvig Hallbäck zur neuen Saison sicher nach Gummersbach wechselt und sich zudem ein Spielertausch jetzt als möglich erwies, war es für uns ausschlaggebend, dass wir dann unseren zukünftigen Rückraummitte-Spieler schon vorzeitig integrieren können. Im Januar haben wir dazu eine vierwöchige Vorbereitungsphase, in der wir diese Aufgabe angehen können", betont Göppingens Chefcoach und Sportlicher Leiter Ben Matschke.

"Für Frisch Auf galt es dabei, die sportliche und wirtschaftliche Ist-Situation und Perspektiven für den Sommer abzuwägen. Aus sportlicher Sicht ergibt sich für Frisch Auf die Möglichkeit, mit Ole Pregler einen hoffnungsvollen deutschen Mittelmann bereits im Januar und dann auch perspektivisch für die Zukunft in das Team von risch Auf zu integrieren", sagt Göppingens Geschäftsführer Gerd Hofele.

Für Pregler wird dann das Heimspiel gegen den HSV Hamburg am 27. Dezember sein Abschied aus der Schwalbe-Arena, Hallbäck hingegen würde seinen Ausstand auf fremdem Parkett bei den Füchsen Berlin feiern.

"Der VfL Gummersbach dankt Ole für das, was er in den letzten Jahren für den Verein geleistet hat. Als einer der Aufstiegshelden und aufstrebenden jungen Spieler werden ihn die Gummersbacher immer mit offenen Armen empfangen. Ich freue mich auf das letzte gemeinsame Heimspiel mit Ole und wünsche ihm und seiner Familie bereits jetzt alles Gute für seine neue Herausforderung", so Schindler weiter.

Mit 23:13 Zählern aus den bisherigen 18 Partien kämpft der VfL Gummersbach um die erneute Qualifikation für den Europapokal, Frisch Auf Göppingen ist mit 15:21 Zählern bislang im unteren, aber gesicherten Mittelfeld der Daikin Handball-Bundesliga.

So lief die Saison bislang

Hallbäck ist Stammkraft bei Frisch Auf, mit 75 Toren und 288 Assists ist der Schwede bester Feldtorschütze und Torvorbereiter der Württemberger, Platz zwei in der teaminternen Torschützenliste hinter Siebenmeterschütze Marcel Schiller (91/42). In bislang 18 Partien stand der 25-Jährige schon über sechs Stunden (6:17:53 h) auf dem Parkett.

Pregler dagegen zählt bei den Oberbergischen in dieser Saison nicht zum Stammpersonal. Lediglich 24 Tore und 16 Assists stehen bislang zu Buche, in 16 Partien kommt der U21-Weltmeister auf viereinhalb Stunden Einsatzzeit (4:36:24 h). Beide Vereine waren für handball-world bislang nicht zu erreichen.

"Er passt perfekt in unser Anforderungsprofil und in unsere Agenda 2030, den eingeschlagenen Weg zur nachhaltigen Entwicklung einer jungen, hungrigen Frisch Auf-Mannschaft zielgerecht weiter fortzusetzen. Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten eröffnet uns der vorgezogene Wechsel darüber hinaus einen größeren Finanzierungsspielraum nicht nur in aktueller, sondern auch in perspektivischer Hinsicht", sagt Hofele abschließend.