Island und die Schweiz lieferten sich am Dienstagabend ein torreiches Duell, das 38:38 enden sollte. Für die Eidgenossen ein gewonnener Punkt? "Zu 100 Prozent", findet Trainer Andy Schmid: "Wir haben ein unglaubliches Spiel gemacht - vor allem im Angriff. Wir haben kreativ gespielt. Wir haben mit ganz großem Herz gespielt", sagte er gegenüber dem Pressedienst der EHF.
"Jeder Spieler, der auf dem Feld stand, hat großartig gespielt", lobte Schmid weiter. Einziges Manko: "Ich weiß, dass wir zu viele Gegentore bekommen haben - 38 sind zu viel. Aber es gibt auch Tage, an denen unsere Torhüter nicht richtig ins Spiel finden", ordnete er ein.
Klarer Matchplan
"Unser Plan in der Abwehr war, kompakt zu bleiben und die Eins-gegen-eins-Situationen nicht zu verlieren. Und dann wollten wir Tempo machen, über schnelle Gegenstöße", erklärte Rechtsaußen Gino Steenaerts.
Anders sah die Stimmung bei Island aus: "Wir sind am Boden zerstört, dass wir heute nicht zwei Punkte geholt haben, das war die ganze Zeit unser Ziel", bedauerte Janus Smarason, der jedoch auch die gegnerische Leistung anerkannte: "Die Schweiz hat einen starken Angriff gespielt. Sie waren gut strukturiert."
"Ich bin einfach enttäuscht. Wir brauchten den Sieg und haben ihn heute nicht bekommen", zeigte sich auch Islands Trainer Snorri Steinn Guðjónsson sichtlich geknickt. Ganz so schlimm ist es für die Nordeuropäer aber doch nicht: Da auch Schweden im späteren Spiel nur einen Punkt gegen Ungarn holte, reicht Island ein Sieg über Slowenien, um ins Halbfinale einzuziehen.
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