Am Mittwochabend steht für den SV Union Halle-Neustadt ein echtes Highlight auf dem Programm: Im Viertelfinale des DHB-Pokals trifft das Team von Trainerin Ines Seidler auf die HSG Blomberg-Lippe - und kämpft um den Einzug ins prestigeträchtige Haushahn Final4 in Stuttgart.
„Wir haben nach der Niederlage in Zwickau versucht, sehr schnell den Fokus auf das Spiel gegen Blomberg zu legen und uns im Training gezielt auf deren Angriffs- und Abwehrspiel vorbereitet. In Blomberg zu spielen, gerade in der jetzigen Situation, wird für uns sehr schwer. Doch wir können ohne Druck auftreten und wollen alles daransetzen, das Spiel möglichst lange offen zu halten. Unser Ziel ist es, uns mit einer guten und engagierten Leistung in die lange Winterpause zu verabschieden", so UNION-Trainerin Ines Seidler.
Favoritenrolle klar verteilt
Blomberg geht als klarer Favorit in die Partie. Das Team von Trainer Steffen Birkner ist in der laufenden Bundesliga-Saison bislang ungeschlagen und überzeugt mit einer beeindruckenden Konstanz. Die Wildcats hingegen stehen punktlos auf dem letzten Tabellenplatz. Blombergs Rechtsaußen Farrelle Njinkeu weiß aber: "Die Wildcats werden genauso motiviert für das Viertelfinale sein wie wir. Wir werden uns trotzdem darauf besinnen, was wir bisher in der Saison gezeigt haben."
Besonders das Tempospiel der Ostwestfälinnen ist gefürchtet: Mit pfeilschnellen Außenspielerinnen und einem starken Umschaltspiel setzt die HSG ihre Gegnerinnen über 60 Minuten permanent unter Druck. Im Rückraum sorgt Nationalspielerin Nieke Kühne für die größten Schlagzeilen - mit bislang 42 Treffern ist sie nicht nur Blombergs Top-Torschützin, sondern auch eine der auffälligsten Spielerinnen der Liga.
Letzter Auftritt vor WM-Pause
Für die Wildcats aus Halle-Neustadt ist das Pokalduell der letzte Auftritt vor der langen WM-Pause - und damit eine besondere Gelegenheit, noch einmal 60 Minuten alles in die Waagschale zu werfen. Überraschungen sind im Pokal schließlich immer möglich - und genau auf diesen Faktor hoffen die Saalestädterinnen. Mit einer mutigen, geschlossenen Mannschaftsleistung wolle man sich würdig in die zweimonatige Spielpause verabschieden, heißt es in einer Pressemitteilung.