Ein gut gelaunter Alexander Zverev hat kurz vor den Australian Open ein Showmatch gegen den jetlaggeplagten Lorenzo Musetti gewonnen. Der Deutsche entschied in der Rod Laver Arena von Melbourne den ersten Satz mit 7:6 (9:7) für sich, ehe der Italiener angeschlagen aufgab. Beide Spieler zählen bei den am Sonntag beginnenden Australian Open zu den Herausforderern der Top-Favoriten Carlos Alcaraz und Jannik Sinner.
"Er ist letzte Nacht von Hongkong gekommen, ist hergeflogen, um hier auf den Platz zu kommen", sagte der Weltranglistendritte Zverev: "Das ist ein großer Einsatz, nicht viele Spieler würden das machen, viele Spieler würden das Match absagen."
Musetti, Nummer 5 der Welt, erklärte entschuldigend: "Ich wünschte, ich könnte weiterspielen, aber ich will nicht zu viel riskieren für die ernsthaften Spiele." Erschwerend komme hinzu, dass sein eigener Physiotherapeut nach der Ankunft ins Krankenhaus musste. Musetti hatte am Sonntag das Finale beim Turnier in Hongkong gegen den Kasachen Alexander Bublik verloren.
Zverev: Musetti hat "immer noch sehr viel Potenzial - in beiden Bereichen"
Im launigen Interview auf dem Platz mit Ex-Spielerin Andrea Petkovic war Zverev zu Scherzen aufgelegt. Musetti sei zu Recht ein Top-5-Spieler und habe zudem "zwei Kinder, aber er ist 23 Jahre alt. Er hat immer noch sehr viel Potenzial - in beiden Bereichen".
Musetti konterte wohl eher ungewollt mit einer verbalen Spitze. "Ich bin damit aufgewachsen, ihn spielen zu sehen." Das sorgte bei Petkovic und den Fans für Gelächter. "Das ist unangenehm", sagte Petkovic und ergänzte mit Blick auf Zverev: "Er ist 28, er ist nicht so alt." Die frühere Weltranglisten-Neunte wollte dann von Zverev wissen, wie dieser sich mit der Aussage fühle. Zverev antwortete schmunzelnd: "Das tut tatsächlich ein bisschen weh, muss ich sagen."