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Ausgeruhte Seahawks treffen auf dezimierte 49ers

kicker

Die beiden Teams, die die gesamte Saison um die Spitzenposition in der NFC West kämpften, treffen sich nun in der Divisional Round. In der Regular Season trafen sich die beiden Franchises ganz zum Beginn und zum Ende der Saison. Beide Duelle wurden von den starken Defensiven geprägt und es entwickelten sich keine High-Scoring-Games. Ein spannendes Duell kann auch beim Aufeinandertreffen in den Playoffs erwartet werden.

Spiel Nummer drei

Im Divisional Game treffen zwei Kontrahenten aufeinander, die sich sehr gut kennen. Als Divisions-Gegner spielten die Seahawks und die 49ers bereits zweimal in der Regular Season gegeneinander. Das erste Spiel in Woche 1 ging dabei knapp mit 17:13 an die 49ers, die zum Auftakt der Saison einen Sieg aus Seattle mitnehmen konnten.

Im Rückspiel in Woche 18 setzten sich allerdings die Seahawks durch und gewannen bei den 49ers mit 13:3 das letzte Spiel der Regular Season. Damit sicherten sich die Seahawks nicht nur den ersten Platz in der NFC West, sondern auch die Spitzenposition in der gesamten NFC und damit eine Bye Week während der ersten Runde der Playoffs.

Bye Week: Fluch oder Segen

Die Bye Week während der ersten Runde der Playoffs ist für viele Teams das Ziel während der Regular Season. Es wird alles darangesetzt, so viele Siege wie möglich zu holen, um die eigene Conference zu gewinnen und in der Wild Card Week frei zu haben.

Denn es entlastet die Spieler extrem. Schon ein einziges Spiel weniger minimiert das Verletzungsrisiko. Die Athleten auf dem Feld wirken häufig ausgeruhter und frischer, wenn sie nach einer Bye Week das nächste Mal auf dem Feld stehen. Auch haben die Teams und Coaches eine Woche mehr Zeit als der Gegner, um sich auf das Spiel vorzubereiten.

Dennoch kann eine Bye Week auch negative Folgen haben. Gerade, wenn ein Team in den letzten Wochen der Regular Season einen guten Lauf hat, kann eine Bye Week dem Team das Momentum nehmen und für ein leichtes Einrosten der Abläufe sorgen.

Zudem bekommen Spieler während der Bye Week freie Zeit und manche lassen sich dadurch aus ihrem Fokus bringen. Dadurch vernachlässigen manche Spieler die Vorbereitung auf das nächste Spiel und machen weniger als wenn sie eine normale Woche mit Spiel gehabt hätten.

Doch die Seahawks können diese Saison anscheinend gut mit einer Bye Week umgehen. Nach der Bye Week in Woche 8 der Regular Season dominierten die Seahawks im nächsten Spiel die Commanders nach Belieben (38:14) und lieferten eine ihrer besten offensiven Performances.

Seahawks: Bessere Defense als die Legion of Boom

Die Seahawks haben eine dominante Regular Season gespielt, womit wohl kaum jemand gerechnet hat. Die Verpflichtung von Sam Darnold sahen viele Experten als Fehler und trauten dem Quarterback keinen erneuten Playoff-Run zu. Doch Darnold und sein Lieblings-Receiver Jaxon Smith-Njigba spielten eine unglaubliche Saison: "Ich glaube, Darnold ist ein Quarterback, der immer einen Schritt zurück macht, um dann zwei nach vorne zu machen", sagte der ehemalige Seahawks-Quarterback Matt Hasselbeck und ergänzte, "die Leute sind blind wegen seines Rookie-Jahres." In dieser Saison bewies Darnold erneut, dass er ein Top-Quarterback ist und warf für 4048 Yards, 25 Touchdowns und 14 Interceptions.

Doch die wahre Stärke der Seahawks liegt in der Defense. Das Franchise konnte eine bockstarke Verteidigung aufbauen, die in der Regular Season fast jedes Team dominiert hat. Die Seahawks-Defense liegt auf Platz sechs, was zugelassene Yards angeht und ließ die wenigsten Punkte in der gesamten NFL zu. Zahlen, die so manchen Fan an die Legion of Boom zurückdenken lassen.

Doch Star-Quarterback Hasselbeck setzt noch einen drauf: "Sie sind nicht mehr im Schatten der Legion of Boom. […] Diese Defense ist besser als die Legion of Boom. Sie brauchen nur noch einen coolen Spitznamen und eine Lombardi Trophy." Mit dieser Unit wollen die Seahawks Brock Purdy in die Enge treiben und ihn zu vielen Fehlern zwingen.

49ers: Playoff-Kampf trotz vollem Lazarett

Die Stärken der San Francisco 49ers finden sich zum Frust aller 49ers-Fans besonders häufig auf den Injury Reports wieder. Das Team um Head Coach Kyle Shanahan hat in dieser Saison mit extremem Verletzungspech zu kämpfen. Neben Star-Pass-Rusher Nick Bosa, All-Pro-Linebacker Fred Warner und Receiver Brandon Aiyuk zog sich auch noch einer der besten Tight Ends der Liga George Kittle im Wild Card Game gegen die Philadelphia Eagles eine schwere Verletzung zu. Durch seinen Achillessehnenriss fallen bei den 49ers fast alle entscheidenden Spieler aus.

Und dennoch konnte Brock Purdy sein Team gegen die Eagles zum Sieg führen. Unabhängig von den vielen Verletzungen und Ausfälle spielten die 49ers unter Purdy eine starke Partie gegen das Team aus Philadelphia und konnten als Sieger vom Platz gehen. Doch die Seahawks sind noch einmal etwas stärker einzuschätzen als die Eagles und es wird spannend zu sehen sein, ob das Team aus San Francisco erneut die vielen Ausfälle so gut kaschieren kann.

Key-Player der Seahawks: Legion Boom 2.0

Die Seahawks haben eine gute Offense und vertrauen auf Sam Darnold. Zwar wurde der Einsatz von Darnold im Divisions-Duell in letzter Zeit aufgrund einer Verletzung als fraglich eingestuft, jedoch wird erwartet, dass er bis zum Playoff-Spiel fit wird. Er und besonders Jaxon Smith-Njigba, der die NFL in Receiving Yards anführt, haben eine gute Verbindung und können eine Offense im Alleingang anführen. Für die beiden wird es darauf ankommen, dass Level, das sie die ganze Saison über gezeigt haben, auch in ihrem ersten gemeinsamen Playoff-Spiel auf die Straße zu bringen.

Die Seahawks können aber ohne große Mühe der Offense das Spiel durch ihre starke Defense entscheiden. Die Secondary der Seahawks bekommt es durch einige Ausfälle nicht mit den allerstärksten Passempfängern der 49ers zu tun. In den Trenches sieht es genauso aus. Die D-Line der Seahawks, die die viertmeisten QB Pressures in der NFL verzeichnete, spielt gegen eine seit Wochen stark geschwächte O-Line der 49ers.

Diesen Vorteil müssen die Seahawks nutzen und das Laufspiel mit Christian McCaffrey schon an der Line of Scrimmage stoppen und beim Passspiel Brock Purdy schnell unter Druck setzen. Sollte ihnen das gelingen, wird es für die 49ers-Offense zur Mammutaufgabe gute offensive Drives zu kreieren.

Key-Player der 49ers: Die Offensive Line

Die 49ers haben gegen die Eagles schon bewiesen, dass sie eine starke Defense haben, obwohl einige wichtige Akteure aufgrund von Verletzungen ausfallen. Dennoch konnte das Team aus San Francisco die Eagles-Offense zu 19 Punkten halten und war in den spielentscheidenden Momenten immer da.

Wie schon gegen die Eagles wird es auch in der Divisional Round darauf ankommen, wie gut die Offensive Line hält. Auch in diesem Bereich der Mannschaft sind die 49ers von Ausfällen geplagt. Doch eine positive Nachricht lässt die Fans hoffen.

Denn der zwölfmalige Pro-Bowler und Left Tackle Trent Williams tauchte nicht auf dem Injury Report der 49ers auf und es wird erwartet, dass er wie schon gegen die Eagles erneut spielen kann. Das würde der O-Line von Brock Purdy einen gewaltigen Boost geben, der nötig ist, um gegen die starke D-Line der Seahawks zu bestehen.

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