Im europäischen Football verändert sich gerade sehr viel. Nach fünf Jahren ELF wurde es in dieser Offseason chaotisch. Mehrere ELF-Teams sagten ihre Teilnahme ab und gründeten die EFA. Doch die beiden Verbände blieben nicht alleine, denn es entwickelte sich die AFLE. Diese Liga hat nun ihr Konzept vorgestellt.
Stürmige Zeiten für den europäischen Football
Vor einigen Jahren gab es keinen internationalen europäischen Wettbewerb im Football. Teams spielten in ihren Ländern um die nationale Meisterschaft und die Nationalmannschaften traten gegeneinander an. 2020 entstand die European League of Football (ELF). Sie war der erste Versuch nach der NFL Europe, eine länderübergreifende Football-Liga in Europa zu etablieren. Doch nach den ersten Jahren zeigte sich, dass finanzielle Probleme das Projekt extrem gefährdeten und immer wieder Franchises ihre Teams aus finanziellen Gründen aus dem Wettbewerb zurückziehen mussten.
Zudem stieg die Kritik an den Strukturen der ELF und dem intransparenten Vorgehen der Chefetage. Infolge dessen entwickelte sich die European Football Alliance (EFA) mit einigen ELF-Teams und im Dezember 2025 auch die American Football League Europe (AFLE). Nach Monaten der Ungewissheit verkündeten ELF und EFA ihre Zusammenarbeit. Doch am Donnerstag erklärte die EFA die Zusammenarbeit für hinfällig. In der Zwischenzeit arbeitete die AFLE weiter an ihrem Konzept einer eigenen Liga und klärte nun in den sozialen Medien über die ersten Strukturen der neuen Liga auf.
So funktioniert die AFLE
Die AFLE ist ein Verband, der von den eigenen Mitgliedern geführt wird. Mitglieder sind ausschließlich die Teams, die in der AFLE spielen. Damit gehört die Liga den Teams und wird auch von ihnen geführt. Sportregeln, Wettbewerbsformate und regulatorische Entscheidungen werden intern von den Franchises selbst getroffen.
Die AFLE arbeitet mit strukturierten Leitungsgremien, die die Entscheidungsfindung in der gesamten Liga unterstützen. Dazu gehören ein Verwaltungsrat, Arbeitsgruppen und ein Beraterausschuss. Die Teams haben vollständigen Einblick in die Abläufe und Entscheidungsprozesse der Liga. Sie können Prozesse überprüfen, Fragen stellen und bei Bedarf unabhängige Berater hinzuziehen. Externe Experten können die Teams unterstützen, wobei die Kosten von der Liga übernommen werden.
Die Teams der AFLE erhalten 325.000 € pro Saison für die ersten beiden Spielzeiten. Diese finanzielle Unterstützung ist allerdings kein Kredit und muss nicht zurückgezahlt werden. Die finanzielle Unterstützung wird vollständig vom Investor finanziert und soll den Teams helfen, in der frühen Entwicklungsphase der Liga stabile Strukturen aufzubauen.
In Zukunft sollen 75 Prozent der Einnahmen der Liga direkt an die Teams gehen. Der Investor beteiligt sich mit insgesamt zwölf Millionen Euro und trägt das gesamte finanzielle Risiko. Die Teams haben keine finanziellen Verpflichtungen und müssen niemals investieren. Der sportliche Betrieb und die Finanzierung sind bewusst als getrennte Einheiten strukturiert.
Das vollständige Statement der AFLE
Am Freitagmittag veröffentlichte die AFLE folgendes Statement auf Social Media:
We know you have questions. So let’s give you some answers.
We are a team-owned league.
The AFLE is organized as an association, which means the league is legally structured as a member-based organization. Only the participating teams are member of this association. In practice, this means the teams collectively own and govern the league. Sporting rules, competition formats and regulatory decisions are made internally by the franchises themselves.
How decisions are made
The AFLE operates with structured governance bodies that support decision-making across the league. These include a board of governors, working groups and an advisory committee. Teams have full insights into league operations and decision process. They can review, ask questions and bring in independent advisors if needed. External experts can support teams and their costs are covered by the league.
Guaranteed team support
Each team receives 325.000 Euro per season during the first tow years of competition. These payments are not loans and do not need to be repaid. This financial support is fully funded by the investor and is designed to help teams build stable structures during the league’s early development phase.
Long-term financial model
Around 75 percent of league revenues are planned to go directly to the teams in the long term. The investor contributes a total of 12 million euros and carries the full financial risk. Teams have no financial liabilities and are never required to invest. Sporting operations and financing are intentionally structured as separate entities.
We stand for
Transparency, team participation and sustainable growth for football in Europe. We are committed to open dialogue and continuous improvement. Building football in Europe is a journey; and we appreciate your support.
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