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An beiden Enden unverzichtbar: Tristan da Silva ist der deutsche X-Faktor

kicker

Aus Riga/Lettland berichtet Julius Ostendorf.

Mit zusammen 48 Punkten lieferten die deutschen Stars Dennis Schröder (26) und Franz Wagner (22) am Freitagabend gegen Finnland erneut eine Show ab. Etwas weiter außerhalb des Rampenlichts machte allerdings Tristan da Silva auf sich aufmerksam.

Der NBA-Spieler der Orlando Magic verteidigte mit Lauri Markkanen und Miikka Muurinen größtenteils die besten Spieler des Gegners. Ersterer kam dabei nicht über 16 Punkte hinaus - seine zweitschlechteste Ausbeute des laufenden Turniers.

Da Silva mit überragender Wurfquote beim Turnier

"Er spielt sehr gut", sagte Mitspieler Maodo Lo anerkennend. "Defensiv, aber auch offensiv ist er in der Lage Würfe zu treffen und aus dem Dribbling Sachen zu generieren."

Am Ende des Abends stand der 23-Jährige bei 13 Punkten, wobei er sich insbesondere mal wieder aus der Distanz auszeichnen konnte (3/5). Über das gesamte Turnier trifft der Münchner bislang überragende 50 Prozent aller Dreierwürfe (15/30). Damit generiert er Spacing, was ihn besonders im neuen Tempo-zentrierten System unverzichtbar macht. Seine Wurfquote erinnert gleichzeitig stark an die von Vorgänger Niels Giffey, dessen hinterlassene Lücke auf dem Flügel der junge Forward fast umgehend geschlossen hat.

Da Silva selbst wollte im Nachgang allerdings weniger über sich, als mehr über den Einfluss von Schröder und Wagner reden: "Offensichtlich ist es für uns einfacher, weil die beiden sehr viel Aufmerksamkeit bekommen. Das schafft Platz für den Rest von uns."

Da Silva wartet noch auf ersten DBB-Erfolg

Was ihn vom Top-Duo unterscheidet, ist die Tatsache, dass er nicht Teil des Weltmeister-Kaders 2023 war und damit noch auf seine erste Medaille wartet. "Ich bin der Neue, war damals nicht dabei. (...) Ich glaube, es ist besonders, jetzt Teil dieser Gruppe zu sein, es macht einfach Spaß. Wir lieben es, füreinander zu spielen."

Die Gold-Entscheidung bei dieser Europameisterschaft wird bereits am Sonntag um 20 Uhr getroffen. Deutschland trifft dort auf die Türkei, die sich deutlich gegen Griechenland durchsetzte.

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