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Auch Franz Wagner ist nicht das Allheilmittel der Orlando Magic

kicker

Ein Sieg gegen die Pelicans am Sonntag, der Comeback-Erfolg gegen Memphis am Donnerstag. Diese zwei Siege in Folge bedeuteten für die Orlando Magic die erste "Siegesserie" seit Anfang Dezember - in etwa seitdem sich Franz Wagner seine Knöchelverstauchung zugezogen hatte.

Dabei muss eingeordnet werden, dass auch der Erfolg in Berlin kein Denkmal von Souveränität war. Noch vor der Pause lag Orlando bereits mit 20 Punkten zurück. Die Aufholjagd war vor allem deshalb möglich, weil das hiesige Publikum den Magic ein gewisses Playoff-Flair bescherte. Grizzlies-Fans konnte man in der Uber Arena an diesem Tag vergeblich suchen.

Drei Tage später geriet das Rematch früh in ähnliche Bahnen. Diesmal lag man im zweiten Viertel nicht nur mit 20, sondern gleich mit 30 Punkten zurück. Und noch ein weiterer Unterschied: Anders als in Berlin war dem Londoner Publikum herzlich egal, wer als Sieger vom Platz gehen würde. So wie die Orlando-Magic-Sprechchöre diesmal ausblieben, fand auch ein Aufbäumen von Franz Wagner und seinen Mitstreitern diesmal nicht statt.

Banchero über Ambitionen im Osten: "Da ist noch viel möglich"

Dabei wurde klar, dass auch die Rückkehr des wochenlang ausgefallenen deutschen Nationalspielers nicht die sofortige Wende bringen würde. Wagner spielte er erneut unter einem Minutenlimit und sucht noch ein wenig nach seinem Rhythmus, verständlich nach dieser langen Pause. Das eigentliche Problem des Teams war aber bereits zuvor dessen Inkonstanz.

Auch in dieser Saison ist es den Magic bislang nicht gelungen, eine Identität zu etablieren, die den hohen Ambitionen gerecht wird. Auf gute Spiele folgen eben auch mal solche Ausrutscher - es ist die Geschichte der laufenden Spielzeit. "In der zweiten Saisonhälfte müssen wir einen Weg finden, mehr Konstanz in unser Spiel zu bekommen und Siege zu holen", sagte Paolo Banchero nach der deutlichen Niederlage gegen die Grizzlies am Sonntag. "Ich hoffe, wir können mal eine Serie starten. Aktuell befinden wir uns in der Mitte der Tabelle. Da ist noch viel möglich. Wir alle wissen das."

Ein Grund für die Inkonstanz ist freilich auch die inkonstante Verfügbarkeit. Von den 42 bisherigen Saisonspielen verpasste Banchero elf, bei Wagner waren es sogar 17. Weil es bei den Verletzungszeiten - ähnlich wie in der Vorsaison - kaum Schnittpunkte gab, kommen beide Stars auf lediglich 15 gemeinsame Auftritte (Bilanz: 8-7). Für zwei Spieler, deren Zusammenspiel ohnehin mit Problemen behaftet ist, keine ideale Situation.

Banchero über Wagner-Rückkehr: "Wir sind die beiden besten Spieler"

Nun endlich zusammen Minuten zu sammeln, sei daher "sehr wichtig", wie Banchero noch in Berlin betonte. "Wir sind die beiden besten Spieler. Nur, wenn wir gemeinsam da draußen sind, können wir unser Potenzial als Mannschaft voll ausschöpfen."

Für Orlando ist es letztlich wichtig, über Rhythmus und Kontinuität zu ihrer Identität zurückzufinden. In den vergangenen beiden Spielzeiten erarbeitete sich das Team einen Ruf als Truppe voller defensiver Kettenhunde - physisch und unnachgiebig. Besonders Boston bekam das in den Playoffs zu spüren. Die zuletzt etwas schlappen Auftritte in Europa rüttelten an diesem Image nun einmal mehr. Die jüngsten Reisestrapazen inklusive vollem Terminkalender werden daran ihr Übriges getan haben. Eine neue Beobachtung ist all das aber längst nicht.

Positiv sind aus Magic-Sicht indes vor allem zwei Dinge: Einerseits sind mit Franz und Paolo nun endlich mal beide Stars gemeinsam verfügbar. Andererseits ist die reguläre Saison erst zur Hälfte verstrichen - und der Osten so schwach wie lange nicht. Trotz des anhaltend durchwachsenen Saisonverlaufs ist das Team nur drei Siege vom zweiten Platz entfernt. Es wird Zeit, Konstanz reinzubringen. Die Rückkehr in die USA dürfte dabei helfen.

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