Es war der erste kleine NBA-Hype in Deutschland. Vier Jahre zuvor verzauberte das Dream Team die Welt, 1993 wurde Deutschland Europameister und dann stand plötzlich mit Detlef Schrempf ein Deutscher in den NBA Finals. Die Seattle SuperSonics unterlagen zwar den Chicago Bulls um Michael Jordan mit 2-4, dennoch waren in dieser Zeit viele Deutsche Sonics-Fans wegen Schrempf.
Die NBA erkannte dies und setzte 1996 ein Vorbereitungsspiel in der Deutschlandhalle an, die Indiana Pacers setzten sich gegen Seattle vor ausverkauftem Haus mit 98:95 durch. Dabei stand die Austragung der Partie lange auf der Kippe, wie sich Schrempf bei einem adidas-Event am Donnerstag, bei dem auch basketball-world.news mit dabei war, am Rande des Spiels zwischen den Orlando Magic und den Memphis Grizzlies erinnerte.
Tanzveranstaltung brachte NBA-Spiel in Gefahr
"Am Vorabend war eine Tanzveranstaltung und als wir dann am nächsten Tag in die Halle kamen, haben wir nach fünf Minuten Training aufgehört", erzählte Schrempf. "Der Boden war scheinbar lackiert und wir konnten nicht abstoppen. Wir haben auch einiges versucht und Cola auf den Boden geschüttet, damit es ein bisschen klebriger wird. Es hat nicht geklappt und es kam auch niemand, um den Boden auszuwechseln für ein Spiel der NBA."
Am Ende wurde in letzter Sekunde der Boden der damals noch nicht komplett fertig gestellten Max-Schmelling-Halle noch hergebracht, Reggie Miller verzückte das Publikum mit 37 Punkten, während Schrempf zehn seiner 14 Zähler an der Freiwurflinie erzielte.
Bis zum ersten Regular-Season-Spiel in der vergangenen Woche gab es dann noch zwei weitere Duelle zwischen NBA-Teams in der Preseason. 2006 schlugen die Philadelphia 76ers die Phoenix Suns in Köln, zwei Jahre später duellierten sich Washington und die New Orleans Hornets in Berlin.