Fehlercode: %{errorCode}

Auf der Suche nach dem Rhythmus: So steht Deutschland zehn Tage vor EM-Start da

kicker

Nicht viele trauten der deutschen Nationalmannschaft vorab zu, den Serben im Supercup-Finale wehtun zu können. Und tatsächlich: mit Ausnahme des kurzen Aufbäumens im Schlussviertel gerieten Nikola Jokic und Co. nie ernsthaft in Bedrängnis. Zu flüssig und gut geölt lief die serbische Maschinerie, zu tief ist der Kader besetzt, der auch die Jokic-freien Minuten problemlos wegstecken konnte. "Serbien hat ganz klar besser gespielt", gestand auch DBB-Kapitän Dennis Schröder ein.

Und dennoch kann das DBB-Team nach den vergangenen Auftritten durchaus zufrieden mit sich sein. Ob im zweiten Testspiel gegen Slowenien oder am Vortag gegen die Türkei: Deutschland machte zuletzt einen lahmen Eindruck. Wenig war vom propagierten Tempo-Basketball á la Mumbru zu sehen. Stattdessen viel Stückwerk über die Stars Schröder und Wagner. "Wir haben offensiv keinen Rhythmus", betonte Daniel Theis nach dem knappen Sieg gegen die Türkei.

DBB beklagt zahlreiche Ausfälle während der Vorbereitung

Dennis Schröder brachte es nochmal auf den Punkt: "Neuer Trainer, neues Konzept, neues System. Wir müssen noch zusammenkommen", und schob das nächste schwelende Problem gleich hinterher: "Wir haben immer noch viele Verletzte."

Dabei traf der Guard der Sacramento Kings einen wunden Punkt. Beim zweiten Test gegen Slowenien standen Bundestrainer Mumbru lediglich neun Spieler zur Verfügung. Gegen die Serben fehlten erneut drei Akteure. Starting-Center Daniel Theis wurde zur Belastungssteuerung geschont, am Vortag hatte er gerade mal sein erstes Länderspiel dieses Sommers absolviert. Dazu ist mit Maodo Lo der Backup-Aufbauspieler hinter Schröder ebenfalls erst soeben von seiner Verletzungspause zurückgekehrt. Bei Leon Kratzer und besonders David Krämer ist die Situation noch undurchsichtiger.

Kurzum: Das, was Daniel Theis öffentlich bemängelte - nämlich Rhythmus - lässt sich aktuell nur schwerlich realisieren. Neue Verletzungen und alte Rückkehrer wechseln sich scheinbar von Spiel zu Spiel ab. Immer wieder stehen neue Lineups zusammen auf dem Feld. Dazu kommen die Neuankömmlinge in der Mannschaft sowie die sehr tiefe Rotation Mumbrus.

Mumbru stehen harte Kaderentscheidungen bevor

Vor den finalen zwei Tests am Donnerstag und Samstag will der Spanier noch wenigstens einen Spieler aus dem Kader streichen. Es wird wohl Nelson Weidemann oder Youngster Christian Anderson treffen. Bis zum EM-Auftaktspiel am 27. August gegen Montenegro muss der Katalane allerdings noch zwei weitere Akteure aussortieren - eine Aufgabe, die durch die verletzungsgeplagte Vorbereitung und ungewisse Verfügbarkeiten in den kommenden Wochen nochmals erschwert ist.

Allem Pessimismus zum Trotz: Auch mit leicht verändertem Gesicht steckt noch immer das Weltmeister-Selbstverständnis in dieser Mannschaft. Mit 15 Punkten Rückstand war man gegen Serbien ins Schlussviertel gestartet. Rund vier Minuten später betrug der Unterschied nur noch zwei Zähler. Gegen die top- und vollbesetzten Serben reichte das am Ende zwar nicht, doch es ist Zeugnis für den großartigen Charakter dieser Mannschaft, die jetzt nur noch ihren Rhythmus finden muss.

Jede Menge NBA-Power: Alle Kader der 24 Teams für die EuroBasket

Wo wird die EuroBasket 2025 ausgetragen?