"Den Schutz der Integrität unseres Spiels halten wir für vorrangig, und wir sind der Meinung, dass angemessene Einschränkungen bei bestimmten Prop Bets ernsthaft in Betracht gezogen werden sollten", erklärte ein NBA-Sprecher in einem Statement gegenüber ESPN. "Jeder Ansatz sollte darauf abzielen, das Risiko einer Manipulation der Leistung zu verringern und gleichzeitig sicherzustellen, dass Fans, die Prop Bets platzieren möchten, dies weiterhin über legale, regulierte Märkte tun können", erklärte weiter.
Bei Prop Bets handelt es sich um Spezialwetten, die auf das Eintreten oder Nicht-Eintreten von bestimmten Ergebnissen während des Spiels abzielen. Eine solche Prop Bet nutze auch Ex-Raptors-Spieler Jontay Porter aus, der 2024 von Adam Silver wegen Spielmanipulation lebenslänglich gesperrt wurde. Während der Saison 2023/24 verließ Porter zweimal frühzeitig das Spiel, sodass diejenigen, die darauf gesetzt hatten, dass er unter einer bestimmten Anzahl an Punkten blieb, ihre Wette gewannen.
Neben Porter gibt es mit Terry Rozier und Malik Beasley zwei neuere und deutlich prominentere Fälle, in denen ebenfalls wegen Spielmanipulation ermittelt wird. Keiner von beiden wurde allerdings bisher schuldig gesprochen.
Sportwetten: NBPA unterstützt strengere Regularien
"[Spieler] sind besorgt, dass Prop Bets zunehmend eine alarmierende Quelle für Belästigungen von Spielern geworden sind - sowohl online als auch persönlich", sagte ein Sprecher der National Basketball Players Association (NBPA) in einem Statement gegenüber ESPN. "Wenn strengere Regularien dazu beitragen können, diesen Missbrauch zu minimieren, dann unterstützen wir es, sie genauer zu prüfen."
Auch Nets-Forward Michael Porter Jr., der Bruder des gesperrten Jontay Porter, warnte kürzlich in einem Podcast vor Sportwetten und der Versuchung für NBA-Spieler, ihre Freunde und Familie reich machen zu wollen. "Stell dir vor, du kannst all deine Freunde reich machen, indem du sagst: 'Setz 10.000 Dollar auf mein Under in diesem Spiel, ich tue so, als hätte ich eine Verletzung …' - und alle verdienen etwas daran. Manche kommen von nichts und denken halt so", erklärte der 27-Jährige.
Zwei Bundesstaaten, Ohio und New Jersey, haben auch schon Konsequenzen aus den Entwicklungen der vergangenen Monate gezogen und sogenannte "Mikrowetten" offiziell verboten, nachdem auch in der MLB der Verdacht der Spielmanipulation aufkam.
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