Indiana Pacers: Was wurde in der Offseason gemacht?
Viel hat sich im Hoosier State nicht getan, doch ein Abgang sorgte beim Vorjahresfinalisten für jede Menge Schlagzeilen. Center Myles Turner schloss sich völlig überraschend den Milwaukee Bucks an, womit die Pacers ihren dienstältesten Spieler an ihren größten Rivalen verloren. Es folgten gegenseitige Schuldzuweisungen, letztlich dürfte es aber Indy gewesen sein, die ihrem Big Man aufgrund der finanziellen Situation kein entsprechendes Angebot machten.
Besitzer Herb Simon ist bekannt dafür, nicht all zu gerne die Luxussteuer zu bezahlen und genau das vermieden die Pacers letztlich. Als Ersatz kam Jay Huff aus Memphis, der defensiv weniger Einfluss nimmt, dafür aber im Angriff ebenfalls recht variabel einsetzbar ist. An die Qualität von Turner kommt er aber nicht heran.
Der Rest des Final-Kerns ist aber weiter da, dazu unterschrieb Erfolgscoach Rick Carlisle im Sommer eine Verlängerung über mehrere Jahre. Im Draft wurde mit Kam Jones ein neuer Point Guard in der zweiten Runde gezogen, zudem wurden die Verträge der Backup-Center James Wiseman und Isaiah Jackson (3 Jahre, 21 Mio. Dollar) verlängert.
Indiana Pacers: Die Zu- und Abgänge
Zugänge: Jay Huff (Grizzlies), Kam Jones (Draft)
Abgänge: Myles Turner (Bucks), James Johnson
Indiana Pacers: Alle Spieler, Verträge und Gehälter (in Mio. Dollar)
Indiana Pacers: Was ist die Ausrichtung der Franchise?
Durch die Achillessehnenverletzung von Superstar Tyrese Haliburton in den NBA Finals wird es für Indiana eine Übergangssaison. Der All-Star-Guard wird 2025/26 nicht spielen, das gab die Franchise schon im Sommer bekannt.
Mit ihm und Turner fehlen die zwei Aushängeschilder der Franchise, stattdessen wird es eher ein Übergangsjahr, auch wenn dies von Seiten Indianas vehement bestritten wird. "Es ist unser Selbstverständnis, dass wir jedes Jahr so viele Spiele wie möglich gewinnen wollen", gab sich Pacers-GM Chad Buchanan kämpferisch.
Letztlich wird es eher darum gehen, die jüngeren Spieler im Kader zu evaluieren. Bennedict Mathurin dürfte mehr Spielzeit erhalten, Stand jetzt wird er Restricted Free Agent im Sommer 2026. Dazu dürften auch Talente wie Ben Sheppard oder Jerace Walker mehr Gelegenheiten bekommen, um sich zu beweisen. Indianas Stärke in den Vorjahren war auch ihre Kadertiefe, so will man den Ausfall von Haliburton ein wenig kaschieren.
Indiana Pacers: Wo liegen die Schwächen?
Klar, einen Haliburton kann man nicht Eins-zu-Eins ersetzen, hier werden die Pacers die Last auf mehrere Schultern verteilen müssen. Mit Andrew Nembhard und T.J. McConnell verbleiben nur zwei gute Ballhandler, womöglich wird auch Pascal Siakam hier mehr machen müssen. Das große Fragezeichen ist aber die Center-Position.
Bei aller Kritik an Turner war dieser stets verlässlich und mit seiner Spielweise enorm wichtig. Ein echter Ringbeschützer fehlt nun, gleiches gilt für das wertvolle Shooting von der Fünf. Huff kann helfen, war aber noch nie ein Vollzeitstarter in der NBA. Alternative Jackson geht das Shooting komplett ab. So wird sich zeigen müssen, wie viel Qualität wirklich noch im Kader ist.
Indiana Pacers: Prognose
Nach zwei sehr erfolgreichen Jahren mit dem Einzug in die Conference Finals und in der Saison darauf den NBA Finals wird man in Indiana (vorerst) kleinere Brötchen backen müssen. Die ersten sechs, sieben Spieler mit der Speerspitze Siakam lesen sich zwar gut, doch danach wird man auf große Entwicklungen von Spielern wie Sheppard, Walker oder Johnny Furphy hoffen müssen.
Es fehlt für diese Saison ein klarer Unterschiedsspieler und eben auch der Anker in Turner, um den die komplette Verteidigung konzipiert war. Carlisle ist allerdings ein Coach, dem es zuzutrauen ist, Lösungen zu finden und diese Mannschaft so zu formen, dass sie um die Playoffs spielen kann. Zumindest die Play-Ins sollten mit diesem Kader möglich sein, vor allem weil man in der Breite eben doch viele Möglichkeiten hat.
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