A’ja Wilson steht nun allein an der Spitze mit den meisten MVP-Titeln der WNBA-Geschichte. Nach den Auszeichnungen 2020, 2022 und 2023 wurde die Power Forward der Las Vegas Aces erneut zur wertvollsten Spielerin der Liga gekürt. Bislang hielten Sheryl Swoopes, Lisa Leslie und Lauren Jackson mit je drei MVP-Titeln den Rekord.
"Es wird mich wohl erst am Saisonende richtig treffen. Es ist ein Segen, an diesem Punkt zu sein. Ich kann gar nicht in Worte fassen, wie besonders dieser Moment ist", sagte Wilson vor Spiel 1 des Halbfinals gegen Indiana.
A'ja Wilson: Dominanz auf beiden Seiten des Feldes
Wilson führte die Liga erneut in Punkten (23,4 pro Spiel) und Blocks (2,3) an, half den Aces mit einer Serie von 16 Siegen in Folge zum zweiten Playoff-Seed und erreichte historische Durchschnittswerte: Im zweiten Jahr in Serie legte sie mindestens 20 Punkte, 10 Rebounds, 2 Assists, 2 Blocks und 1 Steal pro Partie auf. Eine Marke, die in der WNBA zuvor niemand sonst erreicht hat.
Auch defensiv bleibt sie überragend: Bereits Anfang der Woche wurde Wilson zum dritten Mal in vier Jahren zur Co-Defensive Player of the Year (gemeinsam mit Minnesotas Alanna Smith) ernannt.
Überraschung bei der Trophy-Übergabe
Die Liga überraschte Wilson am Freitag nach dem Training, als Commissioner Cathy Engelbert und ihr Partner Bam Adebayo (Miami Heat) ihr den MVP-Pokal überreichten. Emotional wandte sich Wilson an ihr Team: "Man hat uns abgeschrieben, aber wir haben jeden Tag hart gearbeitet. Es steht zwar mein Name drauf, aber das ist unser aller Auszeichnung."
Aces-Coach Becky Hammon fand klare Worte für den Stellenwert ihrer Starspielerin: "Alle sprechen vom Mount Rushmore des Basketballs, aber es gibt keinen Mount Rushmore. Sie ist der Everest."
Napheesa Collier von den Minnesota Lynx belegte wie im Vorjahr den zweiten Platz in der MVP-Wahl, gefolgt von Alyssa Thomas (Phoenix), Allisha Gray (Atlanta) und Kelsey Mitchell (Indiana).
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