Booker gibt Entwarnung
Mit schmerzverzerrtem Gesicht lag Elias Harris nur rund eine Minute nach seiner erstmaligen Einwechslung auf dem Parkett des Heidelberger SNP Domes - das Knie verdreht ohne Gegnereinwirkung. Möglicherweise wird der Routinier den Bayern länger fehlen: "Die Bilder waren nicht schön", betonte Teamkollege Johannes Voigtmann nach der Partie im Interview bei Dyn. "Wie er rausgegangen ist, sah nicht gut aus."
In Abwesenheit von Harris und Devin Booker, der vor dem Spiel fraglich gewesen war und auch während der Partie länger behandelt werden musste, übernahm dafür Voigtmann (13 Punkte) mehr Verantwortung - und trug im dritten Viertel maßgeblich zum entscheidenden Münchner Lauf bei: "Jeder kann scoren zu jeder Zeit. Das ist das, was uns so stark macht - und heute war ich es", erklärte der Weltmeister von 2023.
Voigtmann über das 1-1: "Werden jetzt nicht in Euphorie verfallen"
Ein Lob hatte er dabei auch für seine Teamkollegen parat: "Das ganze Team muss auf einer Linie sein. Wenn alle unterschiedliche Ideen haben, klappt es nicht", sagte er nach dem souveränen 90:61-Erfolg. Durch den stellten die Münchner die Serie wieder auf 1-1: "So ein Sieg tut gut, genau wie die Serie wieder ausgeglichen zu haben", freute sich der Big Man - mahnte jedoch an: "Wir werden jetzt nicht in Euphorie verfallen."
Schließlich seien es noch zwei Spiele, die man gewinnen müsse, betonte auch Booker. Bei seiner eigenen Verletzung gab er aber vorsichtig Entwarnung: "Ich habe mir nur den Knöchel etwas verstaucht."
Harris-Verletzung geht auch den Kollegen nahe
Centerkollege Harris hat es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit schlimmer getroffen - was auch Voigtmann zu schaffen machte: "Wenn sich ein Spieler so schwer verletzt, geht das nie spurlos an dir vorbei", erklärte er und schob an: "Wenn du mit einem Menschen so viel Zeit verbringst, sind da ganz viele Gefühle auch bei dir."