In einer Pressekonferenz zur Saisoneröffnung begrüßte der 59-Jährige die geplante Einführung eines europäischen NBA-Ablegers. "Das ist absolut positiv. Natürlich kommt auch das Argument, dass die BBL verdrängt wird, aber das stimmt nicht", sagte Holz am Dienstag.
Die NBA hatte die Pläne zur Gründung einer Art "NBA Europa" in Zusammenarbeit mit dem Weltverband FIBA im vergangenen März verkündet. Derzeit gilt die unabhängig von der FIBA organisierte EuroLeague als Königsklasse im europäischen Klub-Basketball, in der auch der Bayern München startet. Der Vorzeigewettbewerb der FIBA ist aktuell die Champions League, in der künftig Alba Berlin antritt. Ein Start der NBA Europe wird nicht vor 2027 erwartet.
BBL-Boss: NBA Europe ist eine "große Chance"
"Der gesamte Basketball, auch auf unserem Markt in Deutschland, wird ja nach oben gezogen. Der wird Rückenwind kriegen. Das wird dem Basketball und der BBL gut tun. Es wird an uns liegen, uns da zu positionieren", sagte Holz weiter und sprach von einer "großen Chance". Die BBL müsse sich derweil "überhaupt nicht verstecken", der Basketball in Europa habe "enorme Reserven" im Bezug auf das Zuschauerpotenzial.
Angesprochen auf die Auswirkungen des EM-Titels der deutschen Nationalmannschaft hinsichtlich es Interesses an der BBL blickte Holz auf die zurückliegenden zwei Jahre seit dem Gewinn von WM-Gold in Manila zurück. "Die Effekte sind ja da. Die Hallen sind voll. Voller als voll geht ja nicht", sagte er. Basketball sei "total angesagt", so Holz, der auf die steigenden Mitgliederzahlen beim Deutschen Basketball Bund (DBB) verwies.
"Die Mitgliederzahlen waren immer so bei 200.000 festgetackert, und jetzt geht es Richtung 300.000. Das ist der am stärksten wachsende Verband von den großen Sportarten. Das ist ein Riesending. Die Vereine werden echt gestürmt", sagte Holz. 2024 hatte der DBB ein Allzeithoch von 274.025 verzeichnet. Gleichzeitig, so Holz, nehme er ein vermehrtes Interesse von Sponsoren an der BBL wahr.
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