Zum ersten Mal vergab die FIBA bei einer EM diesen Award - und sie ging an Isaac Bonga, der als Defensiv-Spezialist das komplette Turnier überzeugen konnte. Der 25-Jährige war die deutsche Allzweckwaffe und verteidigte zumeist den besten Gegenspieler beim Gegner.
Hierbei fiel Bonga durch seine Flexibilität auf. Gegen die Finnen schaltete er Big Man Lauri Markkanen zweimal aus, dazu hatte er gegen Slowenien einige gute Momente gegen Luka Doncic. Im Finale überragte Bonga dann auch im Angriff, mit 20 Punkten und vier verwandelten Dreier war er der X-Faktor und wurde zum Spieler des Spiels ausgezeichnet.
Dabei war Bonga zunächst gar nicht als Starter eingeplant, erst durch die verletzungsbedingte Abreise von Johannes Voigtmann wurde der Forward von Partizan Belgrad in die erste Fünf gespült. In durchschnittlich 23 Minuten gelangen Bonga 1,5 Steals und 0,6 Blocks, dazu legte er 8,6 Punkte, 4,3 Rebounds und 2,0 Assists bei einer Dreierquote von 37 Prozent auf.
Kehrt Bonga in die NBA zurück?
2018 hatten die Los Angeles Lakers Bonga in der zweiten Runde ausgewählt, insgesamt absolvierte der Flügelspieler 143 Spiele in der NBA, bevor er 2022 nach Europa zum FC Bayern München zurückkehrte. Zwei Jahre später wechselte Bonga zu Partizan und verlängerte im Sommer seinen Vertrag. Schon damals gab es Gerüchte um eine mögliche NBA-Rückkehr, die starken Auftritte mit Deutschland waren weitere Eigenwerbung.
In seiner ersten Saison mit Partizan wurde Bonga auch schon ausgezeichnet, er wurde zum besten Verteidiger der ABA League, einem Zusammenschluss diverser Top-Klubs auf dem Balkan, gewählt.