Die Bayern starteten engagiert und hielten vor 18.500 Zuschauern im OAKA über weite Strecken dagegen. Physis und Rebounding stimmten, 18 Offensivrebounds sprechen für den Einsatz des neuformierten Teams von Gordon Herbert. Doch gegen die Athener Durchschlagskraft am Korb und die individuelle Qualität reichte es am Ende nicht. Kendrick Nunn prägte die Partie mit 21 Punkten und zehn Assists entscheidend.
Der Guard selbst wirkte nach Abpfiff gelöst: "Natürlich bin ich noch hier. Ich bin zurück für eine weitere Saison. Es fühlt sich an wie der erste Schultag." In der Crunchtime setzte Nunn die entscheidenden Akzente, traf mehrmals in Serie und machte den Deckel auf den Heimerfolg. Sein Coach Ergin Ataman hob ihn besonders hervor: "Wir haben unglaubliche Offensivspieler wie Kendrick, der ein großartiges Spiel gemacht hat."
Spielbericht Bayern vs Panathinaikos
Bayern sehen Licht und Schatten
Auf Münchner Seite fiel die Analyse gemischter aus. Cheftrainer Gordon Herbert erklärte: "Positiv ist, dass wir am offensiven Brett einen guten Job gemacht haben. Negativ ist dagegen, dass die defensive Intensität nicht dort war, wo sie hätte sein müssen. Die letzten zwei, drei Minuten der ersten Halbzeit haben uns wehgetan."
Topscorer Isiaha Mike (16 Punkte) sah ebenfalls noch viel Arbeit vor sich: "Es war fast das gesamte Spiel über eng. Wir brauchen nur etwas mehr Zeit, um die richtige Chemie auf dem Court zu entwickeln. Defensiv haben wir es am Ende nicht geschafft, ein starkes Bollwerk zu bilden."
Auch Panathinaikos-Center Omer Yurtseven (14 Punkte) blickte positiv nach vorn: "Sobald bei uns alles zusammenfindet, wird es noch viel besser aussehen." Während Star-Neuzugang TJ Shorts ohne Punkte blieb, war es Nunn, der seinen MVP-Status unterstrich - und den Unterschied in einem ansonsten offenen Duell machte.
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