Jaylen Brown lieferte den Auftritt der Nacht: 50 Punkte, Karrierebestwert eingestellt - und die Boston Celtics ließen den Los Angeles Clippers kaum Luft. Boston traf hochprozentig aus dem Feld und von draußen (47% 3P), Derrick White legte 29 Punkte nach, insgesamt wirkte das wie ein komplettes Team-Statement auf der Zielgeraden des Roadtrips.
Als die Clippers im letzten Viertel noch einmal Hoffnung schöpften, zog Brown mit einer persönlichen Serie den Stecker. Für Los Angeles endete damit die bislang beste Siegesserie der Saison. Kawhi Leonard und John Collins kamen jeweils auf 22 Punkte, zudem gab es Sorge um Derrick Jones Jr., der im vierten Viertel angeschlagen raus musste.
Maxey übernimmt - Sixers gewinnen erneut im Garden
Die Philadelphia 76ers setzten sich bei den New York Knicks durch - erneut im Madison Square Garden. Tyrese Maxey führte Philadelphia mit 36 Punkten an, Joel Embiid und VJ Edgecombe kamen jeweils auf 26, Embiid dazu auf 10 Rebounds. Philly spielte über weite Strecken mit Tempo, Physis und klarer Rollenverteilung.
New York hielt immer wieder dagegen, angeführt von Jalen Brunson (31) und Karl-Anthony Towns, der nach überstandener Krankheit zurückkehrte und ein Double-Double auflegte (23 PTS, 14 REB). Doch jedes Mal, wenn die Knicks herankamen, antworteten die Sixers mit einem Run - und in der Crunchtime machten Maxey und Edgecombe die entscheidenden Plays.
Timberwolves brechen Heats Lauf in Miami
Dank eines starken Schlussviertels beendeten die Minnesota Timberwolves die Siegesserie der Miami Heat. Anthony Edwards lieferte 33 Punkte, Naz Reid legte 29 nach und wurde nach der Pause zum entscheidenden Faktor. Auch Julius Randle (23 Punkte, 10 Rebounds) und Rudy Gobert (13 Punkte, 12 Rebounds) gaben Minnesota Stabilität.
Der Knackpunkt war der Start ins vierte Viertel: Minnesota setzte direkt einen Lauf (19-4 in ersten 4 Minuten), zog zweistellig weg und ließ Miami kaum noch Luft. Die Wolves trafen stark aus dem Feld (54 Prozent) und untermauerten damit ihren Ansatz, Spiele über Defense und Kontrolle zu entscheiden. Auf Heat-Seite war Norman Powell mit 21 Punkten Topscorer.
Curry zurück - Warriors finden Rhythmus, Green fliegt wieder
Die Golden State Warriors reagierten nach dem deutlichen Dämpfer am Vorabend mit einem stabilen Auftritt gegen die Utah Jazz. Stephen Curry war nach seiner Knöchel-Pause sofort wieder der Fixpunkt (31 Punkte, sechs Dreier) und drehte das Momentum vor allem im dritten Viertel, als er mehrfach hintereinander traf und das Spiel in die Warriors-Richtung kippte.
Utah hielt über lange Strecken dagegen, weil Lauri Markkanen heiß startete und am Ende 35 Punkte stehen hatte. Gleichzeitig bleibt Golden State anfällig für Ballverluste (15), und es gab wieder Unruhe: Draymond Green kassierte zwei technische Fouls und wurde noch vor der Halbzeit vom Feld geschickt - seine nächste Ejection in kurzer Zeit.
Avdija mit Triple-Double - Blazers halten Spurs auf Distanz
Deni Avdija drückte dem Spiel in San Antonio seinen Stempel auf: 29 Punkte, 11 Rebounds, 10 Assists - Triple-Double. Die Portland Trail Blazers kontrollierten große Teile der Partie, weil sie konstant punkteten und nach Runs der Spurs direkt Antworten fanden. Donovan Clingan ergänzte das mit einem Karriereabend (24 Punkte, 12 Rebounds).
San Antonio musste ohne Victor Wembanyama auskommen, blieb aber bis in die Schlussminuten dran. De'Aaron Fox (19) und Stephon Castle (16) brachten die Spurs nochmal heran, doch Portland blieb ruhig, traf in den entscheidenden Sequenzen und setzte sich am Ende durch - auch dank starker Dreierquote über das gesamte Spiel (42%).
Raptors drehen auf - Hawks ohne Antwort
Die Toronto Raptors entschieden das erste von zwei aufeinanderfolgenden Duellen gegen die Atlanta Hawks vor allem im Schlussviertel. RJ Barrett stellte mit 29 Punkten einen Saisonbestwert auf, Brandon Ingram kam ebenfalls auf 29 - und Toronto setzte nach drei engen Vierteln den entscheidenden Punch.
Gleich zu Beginn des vierten Abschnitts legten die Raptors einen 16:0-Lauf hin und rissen das Spiel an sich. Atlanta, ohne Trae Young, hatte offensiv zwar Wucht (Nickeil Alexander-Walker 31, Jalen Johnson 30), fand defensiv aber erneut keine Antworten - ein Problem, das sich bei ihren Niederlagen zuletzt auffällig wiederholt.
Hornets drehen Spiel in Chicago
Die Charlotte Hornets feierten in Chicago einen Auswärtssieg, obwohl sie zwischenzeitlich deutlich zurücklagen. Miles Bridges war mit 26 Punkten und 14 Rebounds der Motor, Brandon Miller lieferte 22 Punkte und traf in den wichtigen Phasen. Charlotte kam vor allem über Energie, Rebounds (52 zu 43) und einen klaren Rhythmuswechsel nach der Pause.
Der Wendepunkt war ein dominantes drittes Viertel, in dem die Hornets die Bulls defensiv komplett aus dem Tritt brachten. Chicago, zur Halbzeit noch vorn, fiel offensiv stark ab - und konnte auch eine starke Leistung von Nikola Vucevic (28 Punkte, 8 Assists, 7 Rebounds) nicht in eine Wende ummünzen.
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