Chance genutzt. Da sowohl der designierte Starter Mitchell Robinson als auch Josh Hart ausfielen, wurde Ariel Hukporti in die Starting Five gespült. Der 23-Jährige stand im Vorjahr in 25 Partien nur durchschnittlich 8,7 Minuten auf dem Feld. Zum Auftakt der neuen Saison durfte der Big Man zum zweiten Mal in seiner NBA-Karriere an der Seite von All-Star Karl-Anthony Towns starten.
18 Minuten wurden es, dabei markierte der ehemalige Ludwigsburger zwei Zähler (1/2 FG), fünf Rebounds, zwei Assists und einen Block. Keine schlechte Ausbeute für den Center, der New York wichtige Kadertiefe gibt. Trotz der Ausfälle ließ der neue Coach Mike Brown gleich elf Akteure spielen, das hätte es unter Tom Thibodeau vermutlich nicht gegeben.
Und es zahlte sich aus, neben Hukporti konnte auch ein anderer Zweitjahresprofi in Tyler Kolek (7 Punkte, 2 Assists) seine Chance nutzen. "Beide sind rausgegangen und haben uns das gegeben, wozu sie fähig sind", zeigte sich Brown zufrieden. "Wir haben ein tiefes Team und dafür möchte ich [Präsident] Leon Rose danken. Meine Aufgabe ist es nun, Kombinationen auf dem Feld zu finden, die funktionieren."
Hukporti startet: Rätseln um Robinson
Eine Maßnahme ist es, Towns wieder vermehrt auf der Vier einzusetzen. Der All-Star ging angeschlagen ins Spiel, half aber vor allem im vierten Viertel, dass New York gegen einen der Titelkonkurrenten, in Cleveland, einen Sieg einfahren konnte. 19 Zähler sowie elf Rebounds steuerte der 29-Jährige bei.
Zusammen mit Hukporti kontrollierte KAT gegen die große Cavs-Aufstellung die Bretter, am Ende hatten die Knicks hier einen großen Vorteil (48:32). Dennoch gab es Fragezeichen. Warum konnte Robinson eigentlich nicht spielen? Browns Antwort lieferte nur wenig Aufschluss. "Wenn es nötig gewesen wäre, hätte er vermutlich spielen können."
Berichten zufolge macht der Knöchel wieder Probleme, die Knicks wollen beim verletzungsanfälligen Center aber kein Risiko eingehen. Zweimal wurde der Center schon am Knöchel operiert. Dass er deswegen bereits am ersten Spieltag fehlt, ist für die Knicks kein gutes Zeichen. Profiteur könnte wieder Hukporti sein. Seine erste Chance hat er genutzt.
Hukporti im Interview: Knicks-Center gibt DBB-Versprechen
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