Mit 26 Punkte führte Dennis Schröder Deutschland zum nächsten deutlichen Erfolg bei dieser EM. Der dritte Sieg im dritten Spiel ist für das DBB-Team mit dem vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale in Riga gleichbedeutend.
Guter Dinge war der 31-Jährige am MagentaSport-Mikrofon allerdings nicht. Gleich zu Beginn klärte Schröder den Hintergrund auf: "Die Litauer haben zur Halbzeit leider Affengeräusche gemacht. Das ist eine Sache, die ich nicht akzeptieren kann", sagte der sichtlich mitgenommene deutsche Kapitän.
Dabei zog er einen Vergleich zum Fußball, wo diese Problematik ebenfalls präsent ist: "Es gehört nicht zu diesem Sport, nicht zum Fußball. Bei Vinicius Jr. habe ich das auch mitbekommen und heute habe ich das zum ersten Mal von den Litauern mitbekommen. Das ist traurig."
Das erklärt auch die Konfrontation im Kabinengang zwischen der deutschen und litauischen Mannschaft, als die Litauer ihre eigenen Fans verteidigen wollten.
Laut FIBA ein Zuschauer der Halle verwiesen
DBB-Pressesprecher Christoph Büker berichtete später, dass zwei Staff-Mitglieder zwei schuldige Fans während des Spiels identifiziert hätten. DBB-Präsident Ingo Weiss legte laut eigener Aussage direkt Beschwerde ein, sodass die Zuschauer der Halle verwiesen wurden.
In einem Statement verurteilte DBB-Präsident Ingo Weiss die Vorfälle aufs Schärfste: "Wir mussten heute leider feststellen, dass unser Kapitän Dennis Schröder beim Gang in die Halbzeitpause von einigen litauischen Fans mit Affenrufen begleitet und somit aufs Schlimmste rassistisch beleidigt wurde. Das ist für uns in keinster Weise akzeptabel. So etwas hat nirgendwo etwas zu suchen und ganz sicher nicht im bunten, vielfältigen und offenen Basketball." Darüber hinaus kündigte der Verbandschef an, beim Veranstalter "nachhaltig intervenieren" zu wollen, sodass solche Vorkommnisse nicht mehr passieren.
Auch Weltverband FIBA schaltete sich ein und ließ in einer Pressemitteilung wissen, dass zumindest ein Zuschauer noch während des Spiels ausfindig gemacht werden konnte, der Halle verwiesen und von allen weiteren Spielen bei der EuroBasket 2025 ausgeschlossen wurde. Das gesammelte Videomaterial wurde zudem den lokalen Strafverfolgungsbehörden übergeben.
Der Verband sprach dabei allerdings nur von einem vereinzelten Zuschauer, was der Darstellung von Schröder und dem DBB widerspricht.
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